News

Wichtiger Erfolgsfaktor für die Region - 300 Teilnehmer beim 9. ChemCologne-Kooperationstag an der Universität Bonn Köln, 24. November 2010.

"Vom Molekül zum Material" lautete das Motto des diesjährigen ChemCologne-Kooperationstages an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn am 22. November 2010. Mit etwa 300 Teilnehmern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung war die Resonanz in diesem Jahr sehr hoch.

Die Fachvorträge und die Podiumsdiskussion im Hörsaal sowie die begleitende Ausstellung im Hörsaalfoyer bildeten das Grundgerüst des ChemCologne- Kooperationstages. In der Ausstellung informierten die Hochschulen der Region über ihre Forschungsschwerpunkte und die Unternehmen der chemischen Industrie sowie der chemienahen Technik gaben Informationen und Antworten auf Fragen des Berufseinstiegs. Diese Möglichkeit der "Vor-Ort-Information" fand besonderes Interesse bei den Studierenden.

In ihren Grußworten unterstrichen Prof. Dr. Jürgen Fohrmann (Rektor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn), Dr. Walther Pelzer (Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen) und Helmut Weihers (Vorsitzender von ChemCologne) die hohe Bedeutung der chemischen Industrie im Rheinland. Die dichte Forschungslandschaft mit ihrer hohen Innovationsfähigkeit müsse weiter gestärkt und der Austausch mit den Industrieunternehmen intensiviert werden, damit die ChemCologne-Region im globalen Wettbewerb weiterhin bestehen kann. Dazu können Veranstaltungen wie der Kooperationstag beitragen.

Anzeige

Erfolgreiche Beispiele der Kooperation zwischen Hochschulen und Industrieunternehmen wurden in den beiden Tandemvorträgen aufgezeigt: Prof. Dr. Sigurd Höger (Kekulé-Institut für Organische Chemie und Biochemie Universität Bonn) referierte über "Supramolekulare Chemie und Materialien" und Dr. Hanns-Ingolf Paul (Lanxess Deutschland GmbH) verdeutlichte, wie die Forschungsergebnisse aus Bonn für die Entwicklung eines modernen, ressourcenschonenden Verfahrens zur industriellen Herstellung von Spezialelastomeren verwendet werden können. Prof. Dr. Robert Glaum (Institut für Anorganische Chemie Universität Bonn) berichtete über die systematischen Forschungen an wasserfreien Phosphaten der Übergangsmetalle sowie die gefundenen katalytischen Eigenschaften, Dr. Frank Rosowski (BASF SE) referierte über die Anwendung solcher Katalysatoren bei modernen Syntheseverfahren und den Nutzen von Kompetenznetzwerken.

Auf dem abschließenden Podium diskutierten Vertreter aus Industrie (Prof. Dr. Günter Benz, Bayer AG; Bernd Eibelshäuser, Evonik Industries AG) und Wissenschaft (Prof. Dr. Johannes Beck, Vorsitzender des Prüfungsausschusses Bachelor Chemie, Universität Bonn; Prof. Dr. Arne Lützen, Vorsitzender des Prüfungsausschusses Master Chemie, Universität Bonn), unter der Moderation von Uwe Wäckers (VCI NRW) über die Berufschancen und -aussichten der neuen akademischen Abschlüsse Bachelor und Master in der Praxis. Die zahlreichen Zuhörer im Publikum bereicherten die lebhafte Diskussion mit ihren Fragen. Beschlossen wurde der überaus erfolgreiche ChemCologne-Kooperationstag mit einem regen Austausch in lockerer Atmosphäre bei Kölsch und Co. im Foyer des Hörsaalgebäudes. Erneut hat der diesjährige Kooperationstag eindrucksvoll bewiesen, dass der Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft als wichtiger Erfolgsfaktor für eine starke ChemCologne-Region funktioniert.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Neuer Eigentümer

Domo-Chemiewerk in Leuna gerettet

Das Chemiewerk Domo Caproleuna in Leuna wird nicht stillgelegt. Eine von InfraLeuna und Leuna-Harze gegründete Auffanggesellschaft hat den Standort übernommen und damit 436 Arbeitsplätze gesichert. Zugleich hat das zuständige Gericht das...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren