Wissenschaftsrat reakkreditiert Provadis Hochschule

Akkreditierung für fünf weitere Jahre ausgesprochen

Sie hat ein schlüssiges Leitbild und ein klares Profil: Dies bescheinigt der Wissenschaftsrat der Provadis Hochschule. Seit ihrer Gründung im Jahr 2003 haben an der Hochschule der Industrie rund 800 Studierende berufs- oder ausbildungsbegleitend einen Bachelor- oder Masterabschluss erworben.

Die Bildungsangebote der Provadis Hochschule richten sich speziell an Berufstätige und vermitteln im Vergleich zu staatlichen Hochschulen in deutlich stärkerem Umfang berufspraktische Bezüge. (© 2015 Provadis School of International Management & Technology AG)

Das wichtigste wissenschaftspolitische Beratungsgremium in Deutschland attestiert der privaten Hochschule am Industriepark Höchst seit der Erstakkreditierung im Jahr 2010 eine insgesamt positive Entwicklung. Der Rat hatte im Auftrag des Landes Hessen die unbefristet staatlich anerkannte Hochschule nach fünf Jahren erneut geprüft und gelangte dabei zu einem positivem Votum.

„Diese erneute Akkreditierung bestätigt uns in unserer Arbeit. Gleiches gilt für die ausgezeichneten Bewertungen bei dem anerkannten CHE-Hochschulranking in den industrie- und technologieorientierten Studiengängen und für die steigenden Studierendenzahlen“, sagt Prof. Eva Schwinghammer, Präsidentin der Hochschule. „Gleichzeitig wissen wir, dass wir weiter an uns arbeiten müssen“, so Schwinghammer weiter.

Die Reakkreditierung ist mit mehreren Auflagen verbunden. So hat der Wissenschaftsrat Verbesserungsbedarf bei der Bibliotheksausstattung festgestellt. Umgekehrt hat der Wissenschaftsrat als großes Plus die Höhe der eingeworbenen Drittmittel vermerkt: Die Hochschule erarbeitet gute Projektkonzepte und wird mit ihren Anträgen auf Fördermittel oft berücksichtigt. Ausdrücklich würdigt der Wissenschaftsrat den für die Größe der Hochschule beachtlichen akademischen Mittelbau.

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Duales Studieren an mehreren Standorten
„Wir werden weitere Professoren einstellen und haben Stellen für die Zukunftsthemen Wirtschaftsinformatik und Industrie 4.0 ausgeschrieben“, sagt Eva Schwinghammer. In den Fachbereichen der Provadis Hochschule werden die Bachelorstudiengänge „Business Administration“, „Business Information Management“, „Chemical Engineering“ und „Biopharmaceutical Science“ sowie die Masterstudiengänge „Chemical Engineering“ und „Technologie & Management“ angeboten. Der Hauptstandort der Hochschule liegt am Industriepark Höchst in Frankfurt. Die Hochschule bietet einzelne Studiengänge jedoch auch in Berlin, Bonn und Darmstadt an.

Hochschule stark in der Wissensvermittlung
In Frankfurt sind die Studienbedingungen insbesondere im Fachbereich Chemieingenieurwesen exzellent. Auf dem Provadis-Campus stehen modern ausgestattete Labore zur Verfügung und viele der Studierenden arbeiten im angrenzenden Industriepark Höchst bei den dort ansässigen Chemie- und Pharmaunternehmen. „Die Studierenden schreiben ihre Abschlussarbeiten in der Regel über Themen aus ihren Unternehmen und oftmals verbleiben die Ergebnisse der Forschungsarbeiten dort“, erklärt Eva Schwinghammer. „Die Hochschule ist stark in der Wissensvermittlung, kann aber häufig nicht die Ergebnisse in der angewandten Forschung publizieren. Publikationen sind ein weiterer Punkt, den der Wissenschaftsrat moniert hat.“ Zudem solle ein Forschungsbudget eingerichtet und der Bibliothekszugang verbessert werden. Mit diesen Themen beschäftigen sich gegenwärtig Arbeitsgruppen, darunter die Arbeitsgruppe IT, die den Studierenden einen besseren Zugang zu den digitalen wissenschaftlichen Publikationsportalen verschaffen soll.

Seit der vergangenen Akkreditierung vor fünf Jahren ist die Hochschule von 500 auf 1000 Studierende gewachsen und im Segment „duale Studiengänge“ die zweitgrößte Hochschule Hessens. Die erneute Akkreditierung beweist, dass dieser Wachstumskurs mit gleichbleibend hoher Qualität der Lehre in Einklang steht. Dies sieht auch der Wissenschaftsrat so und würdigt am guten Qualitätssicherungssystem der Provadis Hochschule besonders die Durchführung der Evaluationen im Bereich der Lehre und die Ableitung von Maßnahmen.

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