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Energiepotentiale

Energiepotentiale

Kläranlagen sind in den Städten und Gemeinden mit 20% Anteil am kommunalen Stromverbrauch eindeutig größter Einzelverbraucher, vor Schulen, Krankenhäusern, Wasserversorgung, Straßenbeleuchtung etc. Laut Studie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, und Reaktorsicherheit (Steigerung der Energieeffizienz auf kommunalen Kläranlagen, UFO PLAN 20526307) benötigen 10.200 Kläranlagen in Deutschland 4.400 GWh/a (=^ 4.400.000.000 kwh/a !!). Das entspricht einem spezifischen Verbrauch von 35 kWh/(EW*a) bei 126 Mio. angeschlossenen Einwohnerwerten.
Die Studie belegt eine mögliche Halbierung des Stromverbrauchs auf 2.300-2.500 GWh/a bei 18-20kWh/(EW*a). Die Eigenstromerzeugung aus Faulgas soll mit relativ geringem Aufwand von 865 auf 3.700GWh/a vervierfacht werden.
In Hinblick auf die Novellierung der Abwasserverordnung bzw. Umsetzung mit Hilfe von Eigenkontrollverordnungen bezüglich der Energieeffizienz in Kläranlagen sollen u.a. Grenz- bzw. Toleranzwerte für den spezifischen Stromverbrauch sowohl für die gesamte Kläranlage bzw. einzelne wichtige Verbrauchergruppen vorgegeben werden.
Bei all diesen Planungen darf nicht vergessen werden, dass die Energieotimierung nicht primäres Ziel der Abwasserreinigung ist. Vorrang hat die Einhaltung von Grenzwerten und die Aufrechterhaltung eines geordneten Betriebes.
Die Bemühungen um Energieeinsparungen sollen vorrangig auf die oberen Größenklassen (Anlagen >10.000 EW) konzentriert werden.
Bei fast allen Kläranlagen (außer Tropfkörper) ist die Belüftung mit 50% Anteil am Gesamtstromverbrauch mit Abstand der größte Stromverbraucher.
Für die Energieoptimierung sind vor allem die Regelung der Belüftung und der internen Kreisläufe wichtig. Für letztere sind die Regelung der internen Rezirkulation über
Nitratmessung und die Regelung der Rücklaufschlammführung über Zulaufmenge und/oder Schlammspiegelmessung im Nachklärbecken zu nennen.
Die Studie belegt, dass eine Regelung der Belüftung nach dem Ammoniumgehalt energetisch am günstigsten ist und zu Stromeinsparungen von mind. 5-10% führt und auch für Kläranlagen unter 10.000 EW interessant ist.
Unabhängig von den Absichten der Gesetzgeber werden Konzepte für Energieeinsparungen zukünftig noch mehr in die Planungen auf kommunalen Kläranlagen einfließen.
Erfolgreiche Energieeinsparungen müssen vom Betriebspersonal initiiert oder zumindest mit getragen werden: fachfremde Energieberater sind zu vermeiden.
Unser Haus beschäftigt sich im Bereich Prozessanalytik seit Jahren mit dieser Thematik und erweitert zur Zeit die Produkt- und Dienstleistungspalette bezogen auf Energieoptimierungen.

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