Deutscher Biotechnologie-Report 2013

Branche muss umdenken

Hohe Entwicklungsrisiken, lange Dauer und hohe Kosten bei der Medikamentenentwicklung stellen Biotech-Unternehmen vor große Probleme. Die Situation wird durch die anhaltende Finanzierungsschwäche der Branche zusätzlich erschwert. Das sind Ergebnisse des Biotech-Reports von Ernst & Young, der Mitte April vorgestellt wurde. Keine Marktzulassungen im Jahr 2012 und deutliche Einbußen von 14 auf neun Wirkstoffe in der marktnahen Phase III der klinischen Entwicklung weist der Bericht aus. Insgesamt ist die Zahl der Wirkstoffe in der Medikamentenentwicklung bei den deutschen Biotech-Unternehmen von 304 auf 294 gesunken. In der wichtigen klinischen Prüfung – also in den Phasen I bis III – befinden sich mit 128 Wirkstoffen deutlich weniger Projekte als im Vorjahr (145).

Biotech-Unternehmen sollten sich laut dem aktuellen Report noch intensiver auf ihre eigentlichen Stärken als Technologieentwickler konzentrieren und sich als Ideenlieferant und Innovationsmotor begreifen. "Die eigentlichen Stärken der deutschen Biotech-Branche liegen in der Erforschung, Etablierung und Bereitstellung von Technologien", betonte Siegfried Bialojan, Leiter des Life-Science-Industriezentrums bei Ernst & Young und Autor der Studie.

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