Deutsche Analysen-, Bio- und Labortechnik

Positive Erwartungen für 2014

Nach einem schwachen Jahr 2013 rechnen die deutschen Hersteller von Analysen-, Bio- und Labortechnik laut einer aktuellen Erhebung des Branchenverbandes Spectaris im laufenden Jahr mit einem Umsatzplus von rund 4 %. Für das Inlandsgeschäft wird ein Wachstum von knapp 3 % erwartet. Beim Auslandsumsatz wird eine Steigerung von mehr als 5 % prognostiziert. Die positiven Einschätzungen des internationalen Geschäfts gehen dabei unter anderem von einem weiterhin stabilen Wachstum in Westeuropa (+3 %), einem hohen Zuwachs in Nordamerika (+9 %), einer wieder stärker ansteigenden Nachfrage in Asien (+6 %) und einem deutlichen Plus in Mittel- und Südamerika aus (+9 %). Analog zur positiven Umsatzentwicklung wird ein Anstieg der Beschäftigtenzahl um ein bis 2 % erwartet.

Erwartungen für 2013 nicht immer erfüllt
"Im vergangenen Jahr wurden die Erwartungen vieler Hersteller in Hinsicht auf eine stärkere konjunkturelle Entwicklung und damit anziehende Nachfrage enttäuscht. Auch Währungsschwankungen, etwa in Japan und Teilen Mittel- und Südamerikas, haben sich negativ auf die Absatzmärkte ausgewirkt", so Mathis Kuchejda, Vorsitzender des Spectaris-Fachverbandes Analysen-, Bio- und Labortechnik. Kuchejda weiter: "Im Wesentlichen entwickelten sich die Märkte seitwärts. Die Investitionstätigkeit in Deutschland war entgegen den Erwartungen eher zurückhaltend. Aktuell sind die Firmen optimistisch und gehen davon aus, dass die bereits für das vergangene Jahr erwartete positive Entwicklung sich nunmehr durchsetzt."

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Mit 6,72 Mrd. Euro lag der Branchenumsatz der rund 330 deutschen Unternehmen 2013 praktisch auf dem Niveau des Vorjahres (+0,3 %). Das Inlandsgeschäft wies mit 3,09 Mrd. Euro eine leicht negative Tendenz auf (-1,1 %). Deutlich unter den Erwartungen lag der Auslandsumsatz, der bei einem schwachen Plus von 1,6 % einen Wert von 3,63 Mrd. erreichte. Das internationale Geschäft war dabei gekennzeichnet von einer leicht rückläufigen Nachfrage in Nordamerika, die durch das nur leichte Plus in Asien nicht kompensiert werden konnte. Ferner stand einer hohen Umsatzsteigerung in Osteuropa von rund 9 % ein nur schwaches Geschäft in Westeuropa gegenüber (+2 %). Die Exportquote liegt nach wie vor bei 54 %. Angesichts der Umsatzentwicklung ist die Beschäftigungsentwicklung 2013 als erfreulich zu bewerten. Diese stieg um 3,6 % auf fast 40000 Mitarbeiter.

Anforderungen und Trends
In der Lebensmittelanalytik nehmen die Prozesssensorik und die Steuerung zur Optimierung großtechnischer Verfahren einen immer größeren Raum ein. In der Prozessanalytik ist eine Erweiterung von NIR zu MIR-Spektrometrie zu beobachten. Ungebrochen ist der Trend beim Gerätebau zu "smart, portable, mobile device integration". Gleichzeitig muss die komplexeste Analysentechnik einfach zu bedienen sein. Die Verkleinerung der Probengrößen wird begünstigt durch Entwicklungen in der Mikroreaktionstechnik und deren zunehmenden Anwendung in der Analysen-, Bio- und Labortechnik.

Weiter auf dem Vormarsch sind die aus zahlreichen Umwelt- und Produktsicherheitsregularien stammenden Nachweispflichten zur Qualitätssicherung von u.a. Produkt- und Unternehmenseigenschaften und Messergebnissen. Mit dem US-amerikanischen Dodd-Frank-Act und einem entsprechenden Entwurf auf europäischer Ebene ist das Thema "!Konfliktmaterialien" ganz oben auf der Agenda der Hersteller.

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