Chromatographie

Mit KNAUER wird man schlauer!

Bericht über den Berliner Chromatografie-Workshop der Firma KNAUER

Am 6. Juni hatte die Firma KNAUER zum Chromatografie-Workshop in die firmeneigenen Räume in Berlin-Zehlendorf eingeladen. 24 Teilnehmer hatten sich dazu im KEK (KNAUER Entdecker Klub) eingefunden. Das
Besondere dieses Workshops war, dass er unter dem Motto „An die Geräte, fertig, los: Hands-On PLATINblue & Bioline – UHPLC und Biochromatografie in der Praxis“ stand.

In wohltuendem Gegensatz zu manchen anderen Informations-/Fortbildungsveranstaltungen war der Workshop nicht nur völlig kostenfrei für die Teilnehmer, sondern versprach auch schon in der Ankündigung, dass ein deutlicher Praxis-/Anwendungsbezug zu erwarten war. Nach einer kurzen Begrüßung durch Dr. Birger Holz, der einige Informationen zum Produktspektrum und zur Geschichte des Hauses KNAUER vermittelte, wurde in zwei Einführungsvorträgen für alle Teilnehmer der spätere Verlauf des Workshops zur praktischen Arbeit an den Geräten vorbereitet.

Zunächst trug Frau Dr. Marten zum Thema „Methodenanpassung leicht gemacht – Einflüsse der Gerätetechnik auf die maximale Trennleistung“ vor. Dabei stand im Vordergrund, den Anwendern einen geschärften Blick auf die praktischen, im Laboralltag entstehenden Einflüsse auf die Bodenzahl der Säule zu vermitteln. Dies ist der Schlüssel, um zu verstehen, warum bei einem Übergang von der konventionellen HPLC (bis zu 400 bar) zur UHPLC mehr Leistung erreicht werden kann, aber auch viele Einflüsse eine Rolle spielen. Dabei wurden nicht nur die Aspekte der veränderten konstruktiven Merkmale der Analysensysteme und Kapillar-Anschlusstechniken, sondern besonders die veränderten Parameter der HPLC-Trennsäulen, der verringerten Partikelgrößen der Trennmaterialien auf ca. <2 µm und ihre Partikelform (core shell im Vergleich zu voll porösem Material) berücksichtigt. Peakverbreiterungseffekte und die Auswirkungen auf Trennleistung und Sensitivität wurden anhand ausgewählter Trennbeispiele anschaulich herausgestellt.

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Um den Anwendern die Methodenanpassung von der klassischen HPLC zur UHPLC zu erleichtern, steht die von der Firma KNAUER eigens dafür entwickelte Software – der sogenannte KNAUER UHPLC Method-Converter – zur Verfügung. An ausgewählten Beispielen der Trennung von Steroiden, Aminosäuren und Peptiden konnte gezeigt werden, dass durch die Umstellung auf Arbeitsbedingungen der UHPLC nicht nur eine Einsparung an Lösungsmitteln von bis zu >90 %, sondern auch Zeitgewinne von bis zu >80 % ermöglicht werden.
Der zweite Vortrag von Frau Dr. Näther widmete sich mit dem Thema „Biochromatography Innovations“ ganz der KNAUER Produktlinie der Biochromatografie zur Trennung von beispielsweise Proteinen, Peptiden, Enzymen und Viren. Zunächst wurden die im Hause KNAUER entwickelten Komponenten der Biochromatografie wie angepasste Bioline-HPLC-Systeme mit biokompatiblen Pumpenköpfen, Bio- line-Glas-Trennsäulen für hochauflösende Chromatografie und die neuen BioFox-Trennmaterialen für die Größenausschluss-Chromatografie (SEC = size exclusion chromatography), die Ionenaustausch-Chromatografie (IEC = ion exchange chromatography), die Affinitäts-Chromatografie (AC = affinity chromatography bzw. IMAC = immobilized metal affinity chromatography) vorgestellt. Besonders anwenderfreundlich sind die von KNAUER standardmäßig oder auch nach Kundenwünschen vorgefertigten Glas-Trennsäulen. Für Forschungsarbeiten werden jedoch auch leere Glas-Trennsäulen angeboten, die vom Anwender mit Trennmaterialien nach eigenen Wünschen und Trennungsanforderungen gefüllt werden können. Trennbeispiele für die verschiedenen Trennmaterialien rundeten den Vortrag ab. Ein entscheidender Vorteil des KNAUER Bioline-HPLC-Systems ist, dass eine Installation in einem Kühlraum entbehrlich ist, da die gesamte Anlage mit der Bioline Benchtop-Kühlung komplett temperiert werden kann.

Nach den beiden einführenden Vorträgen wurden zwei Teilnehmergruppen gebildet und an den zwei Arbeitsplätzten zur UHPLC bzw. KNAUER Bioline von den beiden vortragenden Damen betreut. Durch die Gruppenbildung war eine intensive Arbeit an den KNAUER Systemen möglich und ausreichend Gelegenheit, Fragen an die KNAUER Mitarbeiterinnen zu richten. Dies wurde von den Teilnehmern auch weidlich genutzt, was zu einem regen Informationsaustausch führte. Die Fragen waren stark praxisbezogen und die Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, mit erfahrenen Laboranwendern direkt zu sprechen.
Bei der praktischen Vorführung an dem KNAUER UHPLC-System PLATINblue kam sowohl das sogenannte „elektronische Logbuch“ der KNAUER Software als auch die automatische Fertigsäulenerkennung durch RFID-Technologie zur Sprache. Die-se beiden Ausstattungsmerkmale sind insbesondere für solche Anwender von besonderer Bedeutung, die eine lückenlose Dokumentation im Rahmen von Qualitätskontrollen und Zertifizierungsprozessen fordern.

Der live gezeigte Methodenübertrag von einer klassischen HPLC-Trennung auf eine stark beschleunigte UHPLC-Trennung sowie die automatische Gerätevalidierung (Performance Qualification) zeigten beeindruckend die Vorteile heutiger Gerätetechnik. Die Teilnehmer am Bioline-Workshop konnten sich nicht nur von den Gerätequalitäten überzeugen, sondern hatten auch die Gelegenheit, konstruktive Merkmale, z.B. der Bioline-Glastrennsäulen, und die Techniken zur Füllung dieser Trennsysteme kennen zu lernen.

Zum Abschluss des Berichts seien noch einige Internet-Links gelistet, die einerseits den Zugang zu Online-Informationen der Firma KNAUER und andererseits zu einigen Basis-Informationen zur Thematik ermöglichen:

KNAUER Internet-Zugang: http://www.knauer.net

Für technische Fragen: info@knauer.net

Ausgewählte Basis-Informationen:

Zur IEC: http://de.wikipedia.org/wiki/ Ionenaustauschchromatographie

Zur RFID-Technologie: http://de.wikipedia.org/wiki/RFID

Dr. Hans-Ulrich Melchert, Analytical & Epidemiological Services, Berlin

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