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Artikel und Hintergründe zum Thema

Laboreinrichtung

Individuelle Lösungen sind gefragt

Ein neues Labor der Papierfabrik Palm sollte auf die Tätigkeiten, die ausreichend Platz erfordern, und gleichzeitig auf kurze Wege und einfache Kommunikationsmöglichkeiten für die Labormitarbeiter ausgelegt werden.
Individuelle Laborlösungen sind gefragt: Bei der Papierfabrik Palm waren dies u. a. lange Laborbänke zum Ausrollen des Papiers. © Köttermann

Jedes Labor ist so einzigartig wie die in diesen Räumen ausgeführten Tätigkeiten. Bei jeder Planung entstehen Einrichtungskonzepte, die nicht nur technische und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen, sondern vor allem auch soziologische. Ideale Arbeitsvoraussetzungen entstehen dann, wenn ein gelungenes Zusammenspiel von maximaler Sicherheit und bestmöglicher persönlicher Interaktion entsteht. Design und Raumgestaltung spielen hier zunehmend eine wichtige Rolle. Oftmals werden Laborräume interdisziplinär genutzt, so dass es zusätzlich um das Verbinden unterschiedlicher Labortätigkeiten und Workflows geht.

Vorgehensweise bei der Laborplanung

Die neue Laborausstattung der Papierfabrik Palm sollte auch so ausgelegt sein, dass die Mitarbeiter im Laborbereich möglichst kurze Wege haben und sich einfach untereinander austauschen können. © Köttermann

Für eine effiziente Laborplanung ist ein frühzeitiger, intensiver Austausch mit den Nutzern und Nutzerinnen Voraussetzung. Es kommt auf Einzelheiten an, um Arbeitsabläufe zielführend zu analysieren. Daher ist ein intensiver Austausch schon zu Beginn von Einrichtungsprojekten sehr wichtig und im Projektzeitplan zu berücksichtigen. Vor Ort in den zu gestaltenden Umgebungen beginnt ein detailorientierter Planungsprozess. Vertrieb und Planungsabteilung von Köttermann nehmen die Wünsche auf, sorgen für das richtige Aufmaß, berücksichtigen die Tätigkeitsfelder. Die Bereiche Laborplanung, -bau und -technik arbeiten hier fachübergreifend zusammen. Entsprechend der Forschungsgebiete und -schwerpunkte der Kunden entsteht so ein detailliertes Gesamtkonzept. Mit der Planungssoftware wird zuerst grob skizziert, um ein Rundumangebot abzugeben. Nach Bestätigung geht es in die individuelle Ausarbeitung aller Feinheiten. Bereits vor der Produktion können die Auftraggeber digital das neue Labor erleben – dank 3D-Planung.

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Laboreinrichtung als Teil eines Großprojekts

Bei der Papierfabrik Palm in Aalen war eine individuelle Laboreinrichtungslösung gewünscht. Das östlich von Stuttgart gelegene Unternehmen gehört zu den weltweit bedeutenden Herstellern von Zeitungsdruck- und Wellpappenrohpapieren aus Altpapier. Im Rahmen eines großen zukunftsorientierten Werksneubau- und Infrastrukturprojektes entstand am Hauptsitz ein Papierfabrik-Neubau für rund eine halbe Milliarde Euro. Eine neue Papiermaschine zur Herstellung von Wellpappenrohpapieren, die für nachhaltige Verpackungen verwendet werden, bildete den Mittelpunkt des Projektes. In der neuen Wellpappenfabrik entstand dazu ein 130 Quadratmeter großes, neues Labor. Eines der bereits bestehenden Labore war bereits mit einer Einrichtung von Köttermann ausgestattet. Die Widerstandsfähigkeit aufgrund der intensiven Nutzung im Kläranlagenbereich war für Palm ausschlaggebender Grund, erneut anzufragen.

Die Ausarbeitung individueller Einzellösungen stand für die neue Laborumgebung im Vordergrund – die Gestaltung sollte sich bestmöglich an das Produkt anpassen. „Während in der alten Produktionsanlage drei dezentrale Labors vorhanden waren, wurde diesmal auf Synergie bei der Ausstattung und beim Informationsaustausch sowie auf kurze Wege gesetzt”, berichtet Volker Schuberth, Leiter Technologie der Papierfabrik Palm. Eine hohe Wasserbelastung und der Wunsch, dass die Labormöbel die benötigten Geräte optimal integrieren, waren zusätzlich die Vorgaben für die Planung. Das Unternehmen legte Wert auf aktive Lösungsvorschläge sowohl bei Gesprächen vor Ort als auch in der darauffolgenden Planungsphase. Unterschiedliche Möglichkeiten, die Laboreinrichtungskomponenten an die Bedürfnisse von Palm anzupassen, wurden in engem Kontakt gedanklich skizziert. Produktvielfalt und Vorteile durch den verwendeten Werkstoff Stahl als Basis aller Einrichtungskomponenten waren ein ausschlaggebender Grund für die Entscheidung. Auch die Lieferzeit war wie bei nahezu allen Bauvorhaben eng getaktet – innerhalb von acht Wochen nach Aufmaß wurden die maßgeschneiderten Einrichtungslösungen geliefert und montiert. Auf dieser Großbaustelle mit unzähligen Gewerken war eine gute Organisation Grundlage für das Erreichen des Ziels nach Plan. Von der Anmeldung bis zur Koordination der Zeiten für die Aufzugnutzung waren alle Projektschritte aufeinander abgestimmt.

Ein extra angefertigter Tischvorsprung erleichtert dank Fußfreiraum Tätigkeiten bei der Papierbearbeitung. © Köttermann

Papier spielt auch im neuen Laborraum die Hauptrolle. Für dieses Produkt und dessen Handhabung wurde die Einrichtung ausgelegt. So entstand unter anderem eine zehn Meter lange Laborbank zum Ausrollen des Papiers. In der Mitte wurde allerdings zusätzlich noch über ca. zwei Meter ein Tischvorsprung angebaut. Dadurch kann das Papier auf der langen Bank ausgerollt und am Tischvorsprung bearbeitet werden. Um das Papier ungehindert ausrollen zu können, gab es ebenfalls eine besondere Lösung: Die notwendigen Steckdosen wurden unter der Tischplatte beim Vorsprung versenkt. Und als besonderes Highlight dachten sich die Planer eine Art Parkplatz für einen Rolltisch aus. Denn vor dem Tischvorsprung sollte auch ein Fußraum entstehen. Kombiniert wurden die Einrichtungselemente mit glatten sowie wasserfesten Arbeitsoberflächen („Trespa® TopLab®PLUS“). Das Material zeichnet sich dadurch aus, dass es besonders kratzunempfindlich, chemikalienbeständig und belastbar ist. Während die Stahlunterschrank- sowie -tischvarianten in „Arctic White“ pulverbeschichtet sind, mildert der blaue Farbton der Arbeitsflächen (hier der Köttermann-Farbton „Baltic Blue“) ein allzu „steriles“ Ambiente im neuen Labor des Papierherstellers.

Allgemeine Trends in der Laborausstattung

Maximale Bewegungsfreiheit, modulare Einrichtungslösungen, die weiträumigen Blick zulassen und so die Kommunikation erleichtern – das sind aktuelle Anforderungen an neue Laborräume. Die Forschungsaufgaben von heute sind in ihrer Komplexität gewachsen, so dass Fachbereiche zunehmend miteinander arbeiten. Dabei ist die Kommunikation hier unabdingbare Disziplin. Also müssen Laborräume entsprechend geplant werden. Es zeigt sich, dass Unternehmen und Institute bei der Bewältigung ihrer Laboranforderungen zunehmend „Rundum-sorglos-Pakete“ wünschen. Dies verdeutlicht eine weitere Entwicklung: Jede Berufssparte konzentriert sich auf die Stärken des jeweiligen Know-hows.

Das Thema Nachhaltigkeit ergänzt die Liste der Anforderungen an vorderer Stelle für Gebäude- und Raumplanungen. In Laboren wird zumeist energieintensiv gearbeitet, so dass hier ein besonderes Augenmerk auf die verwendeten Materialien und Geräte gelegt wird.

Als weiterer Punkt ist die Tendenz in Richtung digitalisiertes Labor zu nennen. Der Einsatz von elektronischen Systemen erleichtert Abläufe im Labor und kann auch zur Arbeitssicherheit beitragen. Gerätebedienungen werden einfacher, Funktionen lassen sich besser überwachen. Die Digitalisierung betrifft also nicht nur die Art der Kommunikation von Menschen, sondern auch die Kommunikation der Geräte untereinander. Zunehmend sind diese an Netzwerke angebunden und lassen sich darüber hinaus aus der Ferne bedienen.

AUTORIN
Manuela Sterns
Köttermann GmbH, Uetze
Tel. 05147/976-0
exploris@koettermann.com
www.koettermann.com

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