Sichere Aufstellung von Massenspektrometern

Alles an seinem Platz

Teure und empfindliche Geräte wie Massenspektrometer benötigen eine stabile Basis, auf der sie betrieben werden können. Da kein Gerätetisch auf dem Markt den Anforderungen analytischer Labore gerecht wurde, entwickelte die Sonation GmbH auf Anregung von Kunden die LGT-QE-Serie.

Durch die Verwendung hochwertiger Materialien sowie die robuste und zugleich funktionale Konstruktion weisen die Tische eine Tragkraft von 500 kg auf und gewährleisten somit eine sichere Aufstellung der schweren Massenspektrometer. Die Tische, die seit 2014 auf dem Markt sind, werden mittlerweile weltweit eingesetzt. Zuletzt lieferte der Hersteller 24 davon – fast ausschließlich Sonderanfertigungen – an ein großes Demonstrations- und Ausbildungslabor in Dubai.

Bei improvisierten Lösungen, wie sie heute noch in vielen Laboren zur Unterbringung der Massenspektrometer sowie des erforderlichen Zubehörs zu finden sind, herrscht oft Kabelwirrwarr. Die Pumpe steht meist auf dem Boden und ist schwer zugänglich. Problematisch ist auch, dass sich die Vibrationen großer Pumpen auf das empfindliche Gerät übertragen und dieses unter Umständen beschädigen können. Außerdem sind weder die Tische selbst, noch die Rollen für die Anforderungen, die die schweren Laborgeräte an sie stellen, ausgelegt. Ausgehend von einer Anfrage von Thermo Fisher, einem der größten Hersteller von Massenspektrometern und Chromatographiesystemen, entwickelte die Firma Sonation daher eine spezielle Labortisch-Serie mit verschweißten Stahlrahmen, die dank ihrer großen Modellvielfalt sehr flexibel einsetzbar ist.

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Bild 2: Durch die robuste und zugleich funktionale Konstruktion der LGT-QE-Serie, die für eine Tragkraft von 500 kg ausgelegt wurde, ist eine sichere Aufstellung der schweren und empfindlichen Massenspektrometer gewährleistet. Auch Pumpe, HPLC und Auswerterechner finden auf den Labortischen Platz.

Ausgleich von Bodenunebenheiten
Die Tische sind standardmäßig in den Breiten 1, 1,5 oder 2 m erhältlich; bei besonderen Anforderungen sind auch Spezialmaße möglich. Je nachdem, wie viel der Tisch voraussichtlich bewegt wird, kann er auf leichtläufigen, feststellbaren Schwerlastrollen oder auf Tellerfüßen montiert werden, wobei insbesondere Techniker bei Wartungsarbeiten an der Rückseite der Geräte beziehungsweise des Tisches die mobile Version zu schätzen wissen.

Um Bodenunebenheiten auszugleichen, lassen sich die einzelnen Beine bei den LGT-QE-Tischen um 2...3 cm verlängern. Im Sinne der Ergonomie am Arbeitsplatz sind künftig auch elektrisch höhenverstellbare Versionen geplant.

Bild 1: Für ein Demonstrations- und Ausbildungslabor im Dubai Biotechnology & Research Park lieferte der Hersteller 24 der in diesem Beitrag vorgestellten Labortische, die fast alle speziell nach Kundenvorgaben angepasst wurden.

Schallschutzkabinett mit Überwachungsmodul
Der Platz für den Auswerterechner und weitere Zubehörteile wurde bei der Auslegung der Tische von vornherein mitberücksichtigt. Der geräumige Kabelkanal, in dem auch Steckdosenleisten problemlos untergebracht werden können, sowie die Kabel- beziehungsweise Schlauchdurchführungen in der Tischplatte erlauben eine aufgeräumte Installation des Massenspektrometers. Auf Wunsch können kombinierte Schuko/Kaltgerätesteckdosenleisten, bereits montiert, mitgeliefert werden.

Um die HPLC an das Massenspektrometer heranzuführen, lässt sich ein bis 50 kg belastbarer Schwenkarm am Tisch anbringen, der im laufenden Laboralltag, z.B. wenn neue Säulen montiert werden müssen, oder Zugang zur Quelle vonnöten ist, aber auch zu Wartungszwecken, einfach wegbewegt werden kann. Soll eine schwerere HPLC-Anlage eingesetzt werden, bietet Sonation dafür spezielle höhenverstellbare Beistelltische an.

Bild 3: Das als Unterbau in den Tisch integrierte Schallschutzkabinett reduziert den Lärm der Vorpumpe um bis zu 16 dB, was einer Reduktion von bis zu 80 Prozent der empfundenen Lautstärke entspricht.

Je nach Bedarf ist rechts oder links unter der Tischplatte ein Schallschutzkabinett mit Betriebsdatenüberwachungsmodul für die Vakuumpumpen integrierbar. Das Schallschutzkabinett reduziert den Lärm der Vorpumpen dabei um bis zu 16 dB, was einer Reduktion von bis zu 80 % der empfundenen Lautstärke entspricht. Es ist innen mit einem hochwertigen, 30 mm starken Dämmmaterial ausgekleidet, das öl- und wasserabweisend sowie flammhemmend ist.

Die Kühlung der Vakuumpumpen erfolgt über ein Modul aus vier Lüftern. Sie wird, ebenso wie die Stromaufnahme und die korrekte Funktion der Pumpe, vom Active Pump Protection System (APPS) überwacht. Abweichungen werden dabei über eine optische und akustische Warnung angezeigt. Optional ist zusätzlich ein externes Display-Modul erhältlich, über das Detailinformationen im Klartext zur Verfügung stehen. So können die Laborangestellten konzentriert und in Ruhe den täglichen Arbeiten nachgehen, werden bei Unregelmäßigkeiten jedoch informiert.

Bild 4: Die Kühlung der Vakuumpumpen erfolgt über ein integriertes Abluftmodul, das mit einer automatischen Betriebsdatenüberwachung, dem Active Pump Protection System APPS, ausgestattet ist.

Ausziehbare Ölwanne erleichtert Pumpenservice
Um auf die Pumpe zugreifen zu können, lässt sich die Front mit einem Handgriff öffnen. In dem Schallschutzkabinett ist außerdem eine vibrationsgedämpfte, ausziehbare Ölwanne aus Edelstahl verbaut, die das von den Pumpen verlorene Öl auffängt. Der Pumpenservice wird dadurch deutlich vereinfacht – insbesondere in Kombination mit dem Ölwechsel-Kit, mit dessen Hilfe das komplette Öl bei Bedarf abgelassen werden kann.

Im Gegensatz zu der sonst üblichen Praxis, bei der die Pumpen unter dem Tisch auf dem Boden stehen, was den Ölwechsel sehr umständlich macht, spart diese Konstruktion den zuständigen Technikern Zeit und Aufwand.

Die Sonation GmbH mit Sitz in Biberach entwickelt und konstruiert seit ihrer Gründung 2002 Produkte zur Geräuschdämmung in Laboren. Die Idee dazu entstand aus dem Kundenkontakt eines der Mitbegründer, der knapp zwei Jahrzehnte im Service für Massenspektrometrie tätig war. Immer wieder kam dabei der Bedarf nach einer Möglichkeit zur Lärmreduzierung der Vorpumpen – ohne dabei die täglichen Arbeitsabläufe zu behindern – zur Sprache. Nach der Entwicklung der ersten Schallschutzhaube für Vakuumpumpen, die häufig an Massenspektrometern oder Elektronenmikroskopen verwendet werden, wurde die Firma innerhalb weniger Jahre weltweit Marktführer auf diesem Gebiet. Die Hauben, die auch für Wasserkühler und Ultraschallbäder eingesetzt werden können, sowie das Zubehör, etwa Ölwannen und Ölwechselkits, entstehen in enger Zusammenarbeit mit den Kunden und werden laufend an neue Anforderungen angepasst. So wurde etwa gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried ein Säulenofen zur exakten Temperierung der Trennsäule bei Nano-ESI-Anwendungen entwickelt, den Sonation ebenfalls vertreibt. Darüber hinaus bietet der Hersteller Labortische und -möbel, die exakt auf die jeweilige Applikation zugeschnitten sind. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 11 Mitarbeiter und hat Vertriebspartner in den Beneluxstaaten, der Schweiz und Frankreich.

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