Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,


Exakt ein Tag vor Erscheinen dieser LABO-Ausgabe – genauer gesagt am 21. Juni – war laut Kalender Sommeranfang, und für viele von Ihnen rückt der Jahresurlaub jetzt in greifbare Nähe. Baden gehen, sich in der Sonne räkeln, mal wieder ein gutes Buch lesen... – einfach herrliche Aussichten. Pech für diejenigen, die in den heißesten Wochen des Jahres arbeiten müssen und das womöglich noch in schlecht klimatisierten Laboren. Ins Schwitzen gerät dabei nicht nur der Mensch im weißen Kittel, sondern mitunter auch – rein bildlich gesprochen – das ein oder andere Analysengerät. Die Folge sind dann häufig fragwürdige Messergebnisse, wobei die Ursache dafür zunächst unerklärlich erscheint. Unser Autor Dr. Stavros Kromidas hat dieses Thema aufgegriffen und gibt in seinen HPLC-Tipps (Seite 23) nützliche Hinweise und Denkanstöße zur Vermeidung „sommerbedingter“ Geräteprobleme.

Im Leitartikel dieses Heftes geht es diesmal um SOPs, genauer gesagt um deren filmische Umsetzung. Wenn Sie selbst schon einmal eine solche Standard Operating Procedure schreiben mussten, dann wissen Sie, dass es gar nicht so einfach ist, komplexe Arbeitsschritte so in Worte zu fassen, dass sie für einen Laborkollegen leicht nachvollziehbar sind. Doch im Digitalzeitalter gibt es glücklicherweise die Möglichkeit, mit relativ geringem Aufwand Videoclips aufzunehmen – getreu dem Motto „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“. Diese Videoclips lassen sich dann zu sogenannten Utility-Filmen kombinieren, wie wir in dem Fachbeitrag ab Seite 8 zeigen.

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Recht umfangreich geworden ist unsere Marktübersicht zum Thema Reinstwasser-Systeme (ab Sei- te 35). Dies liegt in erster Linie daran, dass die Hersteller ihre Produkte mittlerweile in zahlreichen verschiedenen Ausbau- und Leistungsstufen anbieten, so dass dann doch eine erhebliche Anzahl an Gerätemodellen zusammenkommt. Für den Käufer bietet das den Vorteil, ein auf seine Bedürfnisse und seinen Geldbeutel abgestimmtes Reinstwasser-System erwerben zu können.

Hinweisen möchte ich an dieser Stelle noch darauf, dass unsere Marktübersichten, die wir regelmäßig in jeder zweiten LABO-Ausgabe publizieren, keinen Anspruch auf 100-prozentige Vollständigkeit erheben. Zwar schreiben wir stets alle bekannten Hersteller an, mit der Bitte, uns die Spezifikationen ihrer jeweiligen Geräte zur Verfügung zu stellen. Erhält die Redaktion trotz mehrfachen Nachfassens jedoch keine Antwort – was in seltenen Einzelfällen tatsächlich geschieht – , so kann sie diese Firmen auch nicht in die Übersicht aufnehmen. Ich erwähne dies deshalb, weil wir gelegentlich Leserzuschriften erhalten, in denen auf das Fehlen der einen oder anderen Firma in einer Marktübersicht hingewiesen und uns mangelhafte Recherche unterstellt wird.

Abschließend bleibt mir nur noch, Ihnen eine angenehme Lektüre unserer Juni-Ausgabe zu wünschen – und einen schönen Sommer selbstverständlich.

Jürgen Wagner

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