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Artikel und Hintergründe zum Thema

Zellkulturen geschützt untersuchen

Barbara Schick,

Zellmikroskopie mit Durchblick

Bei der Forschung an lebenden Zellen müssen besondere Hygiene- und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Hier geht es zum einen um Gesundheitsschutz, zum anderen um den Schutz vor äußeren Einflüssen auf die Zellkulturen. Hier ist es besonders wichtig, auch bei Zellkulturuntersuchungen Kontaminationen zu vermeiden und Sterilität in einer Laminar-Flow-Kabine aufrechtzuerhalten. Wenn sich zwischen den Labormitarbeitenden und dem Untersuchungsobjekt unter dem Mikroskop dann die Frontscheibe der Laborwerkbank befindet, sind Zelluntersuchungen oder Arbeiten wie Mikroinjektionen unter einem üblichen Lichtmikroskop kaum möglich. Mit dem okularlosen Stereomikroskop "Lynx EVO" von Vision Engineering können trotz des Abstandes zum Mikroskop Forschende Untersuchungen an Zellen in einer sauberen Laminar-Flow-Kabine durchführen.

Das okularlose Stereomikroskop „Lynx EVO“ kann auch zur Zellbeobachtung in einer Sterilwerkbank eingesetzt werden. Zudem ist das Design nach Herstellerangaben ergonomisch, damit auch bei längerem Gebrauch die körperliche Belastung der Forschenden möglichst gering ist. © Universität Straßburg

Dieses spezielle Mikroskop wird z. B. zur Untersuchung und bei der Manipulation menschlicher Stammzellen, sog. induzierter pluripotenter Stammzellen (iPSCs) am Institut für Genetik, Molekular- und Zellbiologie (IGBMC: Institut de génétique et de biologie moléculaire et cellulaire) eingesetzt, einem europäischen Forschungszentrum mit Sitz an der Universität Straßburg, wo in Kooperation mit dem französischen Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS) geforscht wird. "Wir verwenden diese Beobachtungslösung für die Kultivierung und mechanische Passage durch Schneiden von menschlichen induzierten pluripotenten Stammzellen", so Amélie Freismuth, Leiterin des Institutsbereichs "Zellkultur" am IGBMC, und erläutert: "Diese Zellen werden verwendet, um verschiedene menschliche Pathologien zu modellieren und die Wirksamkeit und Toxizität potenzieller therapeutischer Moleküle zu testen."

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Bei der Umprogrammierung adulter Zellen in iPSCs werden spezifische Gene in die Zellen eingebracht, wodurch ihr Entwicklungszustand zurückgesetzt und sie in Zellen verwandelt werden, die das Potenzial haben, sich zu jedem Zelltyp im Körper zu entwickeln. iPSCs sind in der Forschung wertvoll, da sie zur Untersuchung von Krankheiten, zur Modellierung der menschlichen Entwicklung und potenziell für Anwendungen in der regenerativen Medizin verwendet werden können.

Die Doktorandin Samira Secula und die Labortechnikerin Cathy Obringer setzen solch ein Mikroskop z. B. auch in ihrer Forschung zu verschiedenen Augenkrankheiten ein, "um die iPSCs, die wir hergestellt haben, in Teile des Auges zu verwandeln: die Netzhautstrukturen und das retinale Pigmentepithel."

Quelle: Vision Engineering

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