Auszeichnung

Barbara Schick,

VAAM-Forschungspreis 2025 für Kathrin Fröhlich

Für ihre Untersuchungen der Rolle regulatorischer RNA-Moleküle in Bakterien erhält Dr. Kathrin Fröhlich von der Universität Jena den mit 10 000 Euro dotierten Forschungspreis 2025 der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (kurz: VAAM). Mit neuen Methoden identifizierte und charakterisierte sie zahlreiche dieser Steuerungselemente, die Bakterien ermöglichen, sich auf kontinuierlich wechselnde Bedingungen einzustellen. Die Forschungsergebnisse sind hilfreich, um Krankheitserreger besser zu verstehen und bekämpfen zu können.

Dr. Kathrin Fröhlich © Carolin Bleese

Ein Erreger von Lungenentzündungen, nämlich Klebsiella pneumoniae, ist in Kliniken weltweit durch seine ausgeprägte Antibiotikaresistenz gefürchtet. Dabei kann das Bakterium mit verschiedenen Tricks die Abwehrmechanismen immungeschwächter Patienten und Patientinnen umgehen. Kathrin Fröhlich entschlüsselt die Regulation der dafür zuständigen Gene mit kleinen RNAs. Etwa ein Sechstel des bakteriellen Genoms wird in RNA übersetzt, die nicht für Proteine kodiert. Dazu gehören regulatorische RNA-Moleküle: Sie können die Bildung von Proteinen bremsen oder fördern, indem sie die Übersetzung der Information von der Boten-RNA (mRNA) blockieren oder verstärken. Fröhlich konnte eine Vielzahl dieser kleinen regulatorischen RNAs identifizieren und ihre Funktionen beschreiben. Sie beeinflussen beispielsweise die Zellteilung und in diesem Zusammenhang auch das Eindringen oder Abwehren von Antibiotika. Von besonderem Interesse sind die Einflüsse zugunsten von Antibiotika-Resistenzen. "Mit der Erforschung der in Klebsiella aktiven RNA-RNA-Netzwerke wollen wir dazu beitragen, diesen wichtigen Erreger zu verstehen und damit auch kontrollieren zu können", so Fröhlich.

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Die RNA-Steuerungsmechanismen untersucht Fröhlichs Arbeitsgruppe auch am Süßwasser-Bakterium Caulobacter crescentus. Denn die RNA-Kontrollmechanismen bestimmen die Fähigkeit von Mikroorganismen, sich an ihre Umgebung und wandelnde Bedingungen einzustellen, etwa an die Einstrahlung von UV-Licht oder die wechselnde Verfügbarkeit von Nährstoffen. Für ihre Forschung hat die Wissenschaftlerin neue Methoden etabliert und in ihren Untersuchungen verfeinert.

Quelle: Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie

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