Medica und Compamed 2023

Barbara Schick,

Medizinische Versorgung, Medizintechnik, medizinische Analytik

Die gesamte Wertschöpfungskette der medizinischen Versorgung, Produktentwicklung und Fertigung an einem Ort im Fokus: Die Veranstalter geben einen Ausblick auf das diesjährige Messeduo Medica und Compamed in Düsseldorf.

Vom 13. bis 16. November 2023 finden Medica und Compamed, internationale Leitmessen für die Medizintechnik-Industrie und ihres Zulieferbereichs, in Düsseldorf statt, deren Leitmotiv 'Where healthcare is going' ist. Eine Frage, die viele auch angesichts aktueller Hintergründe besonders umtreibt: Der Markt für Medizintechnik ist weltweit in Bewegung. Die Preise für Energie, für Rohstoffe, für Dienstleistungen und für viele Güter steigen. Gleichzeitig sind die Budgets für Gesundheitsversorgung, insbesondere in den öffentlich finanzierten Gesundheitssektoren vieler Nationen, unverändert stark limitiert. Und doch lassen teils markante Technologiesprünge wie etwa auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz Investitionen in neue Verfahren lohnend erscheinen. „Angesichts dieser Rahmenbedingungen werden Geschäftsbeziehungen überdacht und neu ausverhandelt. Deshalb ist es für alle, die in der Gesundheitswirtschaft etwas zu sagen und zu entscheiden haben, wichtig, auf dem Laufenden zu bleiben. Die Medica und die Compamed werden einmal mehr beste Optionen für den fachlichen Dialog, gute Geschäfte und die Erweiterung des eigenen Netzwerks bieten“, blickt Christian Grosser, Director Health & Medical Technologies der Messe Düsseldorf, beiden Veranstaltungen mit Vorfreude entgegen.

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© Constanze Tillmann/ Messe Düsseldorf

Insgesamt mehr als 5.000 ausstellende Unternehmen (davon rund 700 bei der Compamed) werden Mitte November mit ihren Neuheiten wieder die gesamte Wertschöpfungskette medizinischer und medizintechnischer Produkte thematisieren – inklusive aller Schritte der Produktentwicklung, Fertigung und After-Sales-Services.

Patientenversorgung, KI und Nachhaltigkeit
An Gesprächsstoff unter den Besucherinnen und Besuchern aus allen Bereichen der Gesundheitswirtschaft wird es wohl nicht mangeln auf Basis wesentlicher Trends, die den Markt und seine Dynamik aktuell kennzeichnen. Das gilt etwa für die zunehmende „Ambulantisierung“ der Versorgung. Sie rückt Produkte und Services für den so genannten „Point-of-Care“, also für die patientennahe Diagnostik und Behandlung in den Fokus, aber u. a. auch Telemedizin-Applikationen für eine optimale sektorübergreifende Vernetzung aller am Versorgungsprozess beteiligten Personen. Ebenfalls im Trend liegen Lösungen auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) und unterstützende Systeme wie etwa Robotik-Systeme oder VR-/AR-Anwendungen („Virtual Reality/ Augmented Reality“).

Und: Nachhaltigere Prozesse zu implementieren, ist ein Ziel, das branchenübergreifend in allen Unternehmen und Institutionen mittlerweile höchste Priorität genießt – auch im Gesundheitssektor. Das umfasst die ganzheitliche Betrachtung des Wirtschaftens zur dauerhaften Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit, ohne negative soziale und umweltbezogene Auswirkungen. Alle Elemente der Liefer- und Wertschöpfungskette werden dabei hinsichtlich Potenzialen der Optimierung genauer überprüft.

„Die Medica und die Compamed werden getreu ihres Leitmotivs `Where healthcare is going´ diese marktbeherrschenden Entwicklungen aufgreifen und mit ihrem Programm sowie den vielen Präsentationen unserer ausstellenden Kunden thematisch die passenden Akzente setzen. Dazu leisten die zahlreichen Fachforen und begleitenden Konferenzen während der Messelaufzeit oder auch das digitale Talkformat ‚MEDICA DEEP DIVE‘ im Vorfeld ihre wertvollen Beiträge“, kündigt Christian Grosser an.

Ausstellungsthemen und Live-Programm
Die Schwerpunkte der medizinischen Fachmesse werden durch fünf Themenkomplexe gesetzt, die die Veranstalter als Erlebniswelten auf der Messe ankündigen: Labortechnik und Diagnostika, Medizintechnik und Elektromedizin, Bedarfs- und Verbrauchsartikel, Physiotherapie und Orthopädietechnik sowie IT-Systeme und -Lösungen. Es wird hier eine Bandbreite von mehr als 10.000 Unternehmensneuheiten erwartet, die präsentiert werden.

Die in diese Messe-Erlebniswelten integrierten Foren ergänzen das Messegeschehen um ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit einem Agenda-Mix aus Kurzvorträgen, Diskussionen, Pitches und Best Practices zu Produktanwendungen. Anzuführen sind unter anderem das „MEDICA CONNECTED HEALTHCARE FORUM“ (zu digitaler Vernetzung, inklusive der „MEDICA Start-up COMPETITION“ und des Healthcare Innovation World Cups), das „MEDICA HEALTH IT FORUM“ (zu IT-Themen), das „MEDICA TECH FORUM“ (Trends in der Medizintechnik) und das „MEDICA LABMED FORUM (Innovationen der Labormedizin).

Zu den weiteren Programmhöhepunkten der Medica 2023 zählen der 46. Deutsche Krankenhaustag (diesmal im CCD Süd) für das Management deutscher Kliniken sowie darüber hinaus die englischsprachigen Konferenzen „DiMiMED“ und „MEDICA MEDICINE + SPORTS CONFERENCE“ (jeweils ebenfalls im CCD Süd). Sie bringen Fachleute der internationalen Wehr- und Katastrophenmedizin sowie der Sportmedizin und Sportwissenschaft in Düsseldorf zusammen.
Zulieferbereich im „High-Performance-Modus“

Der Zulieferbereich der Medizintechnik-Industrie findet sich bei der Compamed in den Messehallen 8a und 8b. Die ausstellenden Unternehmen präsentieren sich mit einer Fülle an Hightech- und Servicelösungen in (ebenfalls fünf) „Erlebniswelten“: Manufacturing & Devices (darunter Komponenten, Bauteile, Fertigungsverfahren), Services & Advice (z. B. Forschung, Entwicklung, Dienstleistungen), Materials (wie Kunststoffe, Glas, Keramik, Metalle, Verbundwerkstoffe, Klebstoffe und auch Verpackungen), Micro Tech (Mikrokomponenten, Mikrofluidik) sowie IT in Tech (Software-Entwicklung und Wartung für die Medizintechnik).

Das „COMPAMED HIGH-TECH FORUM“ des IVAM (IVAM e.V. Fachverband für Mikrotechnik) und das „COMPAMED SUPPLIERS FORUM“ greifen in ihren Programm-Sessions wichtige Branchen- und Technologietrends auf und bieten praxisnahe Informationen zu neuen Verfahren, Produkten sowie relevante Aspekte der internationalen Marktbearbeitung. Dabei könnte auch der künftige Umgang mit PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) – wie im Übrigen auch beim „MEDICA TECH FORUM“ – zu den besonders heiß diskutierten Themen zählen. Denn eine auf EU-Ebene mögliche Einschränkung oder gar ein Verbot des PFAS-Einsatzes hätte erhebliche Auswirkung auf die Entwicklung, Fertigung und Anwendung medizintechnischer Produkte. Hier werden PFAS beispielsweise verwendet in Beschichtungen oder auch in Komponenten für die Elektrochirurgie.

Im Vorjahr zählten Medica und Compamed insgesamt 81.000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher bei einem internationalen Anteil von 75 Prozent.

Die Branchenportale „MEDICA.de“ und „COMPAMED.de“ bieten eine Vielzahl digitaler Services zur Vorbereitung und Ausgestaltung eines effektiven Aufenthalts vor Ort (z. B. interaktive Hallenpläne), zum Networking mit Firmen sowie während der Laufzeit umfangreiche Berichterstattung zu den Veranstaltungen. Ab sofort können über die Portale auch bereits Eintrittstickets sowie das Düsseldorf-Ticket der Rheinbahn erworben werden.

Weitere Informationen zu den Fachmessen unter: www.medica.de und www.compamed.de

Quelle: Messe Düsseldorf GmbH

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