KI-gestützte Wirkstoffentwicklung

Melanie Steinbeck,

Merck und Siemens vertiefen Partnerschaft

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, und Siemens, ein global tätiges Technologieunternehmen, haben ihre strategische Partnerschaft durch eine neue Absichtserklärung vertieft. Ziel ist es, die digitale Transformation in der Life-Science-Branche zu beschleunigen und die Forschung, Entwicklung und Herstellung neuer Wirkstoffe stärker zu vernetzen.

Merck und Siemens, ein global tätiges Technologieunternehmen, haben ihre strategische Partnerschaft durch eine neue Absichtserklärung vertieft © Merck

KI, Daten und Automatisierung

Das Memorandum of Understanding (MoU) konzentriert sich auf die Entwicklung integrierter Softwarelösungen, die auf Automatisierung, Daten und künstlicher Intelligenz (KI) aufbauen. Es markiert den ersten Einsatz der Technologie, die Siemens im Rahmen der Dotmatics-Übernahme im Juli 2025 erworben hat.

„Durch die Zusammenarbeit mit Siemens eröffnen wir Wissenschaftlern neue Möglichkeiten, schneller von der Idee im Labor bis zur zugelassenen Therapie für Patienten zu gelangen“, sagt Jean-Charles Wirth, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO Life Science. „Indem wir unsere Stärken bündeln, wollen wir den wissenschaftlichen Fortschritt beschleunigen.“

„Wir kooperieren mit Merck, um Wissenschaftlern weltweit die Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie die Entwicklung lebensrettender Medikamente beschleunigen können“, erklärt Cedrik Neike, Mitglied des Vorstandes der Siemens AG und CEO von Siemens Digital Industries.
„Alle paar Jahre verdoppeln sich die Kosten für die Entwicklung eines neuen Medikaments. Daten, KI und Digitalisierung sind entscheidend, um dieses Paradigma zu durchbrechen. Wir vernetzen jeden Schritt der Medikamentenentwicklung – damit Daten nahtlos fließen, Erkenntnisse schneller gewonnen werden und Medikamente die Patienten schneller erreichen.“

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Digitale Lösungen für die Wirkstoffentwicklung

Im Rahmen der Partnerschaft sollen digitale Lösungen entwickelt werden, die bestehende Lücken in Workflows der Wirkstofffindung und biotechnologischen Herstellung schließen. Dazu werden Software-as-a-Service-Produkte (SaaS) von Merck mit dem digitalen Ökosystem von Siemens verknüpft.

Erstes Pilotprojekt

  • Integration der KI-Tools und digitalen Anwendungen von Merck in Luma, der Dotmatics Scientific Intelligence Platform von Siemens.
  • Wissenschaftler können Produkte bestellen und gleichzeitig auf digitale Tools und relevante Informationen zugreifen.
  • Ziel: schnellere, datengestützte Entscheidungen in einer einzigen Umgebung.

Langfristige Pläne

  • Engere Integration durch intelligente Datenmanagement-Tools und benutzerfreundliche Schnittstellen.
  • Entwicklung digitaler Marktplätze, über die Kunden gezielt auf ergänzende Technologien und Dienstleistungen zugreifen können.

Digitale Innovation im Fokus

Für Merck und Siemens stehen digitale Innovationen im Mittelpunkt, um die Zukunft der Life-Science-Branche zu gestalten. Ihre Partnerschaft soll neue Maßstäbe bei der digitalen Transformation setzen – mit Tools, die Wissenschaftler und Hersteller schneller zu Durchbrüchen verhelfen. Die aktuelle Initiative knüpft an frühere MoUs im Bereich Smart Manufacturing an.

Quelle: Merck

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