Leistungsfähigere und umweltfreundlichere Akkus

Auszeichnung für Kieler Forscher

Ein Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Wolfgang Bensch untersucht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) verschiedene Elektrodenmaterialien für Lithium-Ionen-Akkus. Ziel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist die Entwicklung von leistungsfähigeren und umweltfreundlicheren Akkus.

Für die Untersuchungen werden Testbatterien verwendet, so genannte in situ-Zellen. Damit werden die Reaktionen in der Batterie während des Entlade- und Ladevorgangs beobachtet. Die Zellen haben einen Durchmesser von rund 4 cm. (Bild: Sylvio Indris, KIT)

Die wissenschaftlichen Ergebnisse einer Kooperation mit dem Karlsruhe Institute for Technology (KIT) wurde jetzt als Highlight des Jahres 2012/2013 ausgezeichnet. Das KIT wertete mit dieser Auszeichnung zum zweiten Mal die erfolgreichsten Publikationen aus, die teilweise auch durch Kooperationen mit anderen Instituten entstanden.

Das Kieler Wissenschaftsteam untersuchte gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des KIT an der Angströmquelle Karlsruhe (ANKA) die Reaktion von Lithium mit Kupfer-Chrom-Selenid, einem möglichen Elektrodenmaterial für Lithium-Ionen-Akkus. Die präzisen Analysemöglichkeiten am ANKA erlaubten es dem Team, die Reaktion zwischen dem Elektrodenmaterial und Lithium außerordentlich detailliert zu untersuchen. Prof. Bensch, Institut für Anorganische Chemie an der CAU, lobte die gelungene Kooperation: "Wir haben durch die sehr gute Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in Karlsruhe spannende neue Einblicke in die Reaktionsmechanismen von Akku-Elektrodenmaterialien erhalten".

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Das Team um Prof. Bensch beschäftigt sich mit der Energiespeicherung und untersucht Materialien für die potenzielle Anwendung in Akkus. Bisherige Materialien wie beispielsweise Lithium und Kobalt sind zwar weltweit verbreitet, aber nur in wenigen Lagerstätten konzentriert. Materialien für zukünftige Akkus sollten daher verfügbar, bezahlbar und umweltfreundlich sein. "Außerdem streben wir natürlich verlängerte Akkulaufzeiten an", beschreibt Bensch die weiteren Ziele seiner Forschung. "Durch die Kooperation mit dem KIT sind wir dem Grundverständnis, welche Materialien sich für diese Anwendungen eignen, wieder einen Schritt näher gekommen."

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