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Qiagen spendet dem Berufskolleg Hilden modernste PCR-Geräte

Der Managing Director Dr. Joachim Schorr vom Hildener Biotech-Unternehmen übergab dem Berufskolleg Hilden zwei Rotor Gene Q Cycler. Dies sind die zurzeit präzisesten Real-Time-PCR-Geräte dieser Art auf dem Markt. Das Besondere an diesen PCR-Geräten ist die hohe Präzision und die sogenannte HRM-Technik (High-Resolution Melting).

Übergabe von zwei Rotor Gene Q Cyclern von der Hildener Biotechfirma Qiagen an das Berufskolleg Hilden (von links): Heinrich Bachl (Schulleiter des Berufskollegs Hilden), Thomas Hendele (Landrat des Kreises Mettman), Dr. Stephan Wahle (BTA-Lehrer des Berufskollegs Hilden), Dr. Joachim Schorr (Managing Director Qiagen, Hilden), PD Dr. Hartmut Böhm (BTA-Abteilungsleiter des Berufskollegs Hilden).

Nach vorangegangener PCR kann über die HMR-Technik die Schmelztemperatur (Trennungstemperatur der beiden DNA-Stränge) des Amplikons untersucht werden. Die Bestimmung des Schmelzverhaltens erfolgt mithilfe eines in doppel-strängige DNA-interkalierenden Fluoreszenzfarbstoffes. Mit steigender Temperatur (55¿95 °C) trennen sich die Basenpaarungen der beiden DNA-Stränge. Bei Trennung der DNA-Stränge wird die Bindung des Farbstoffs aufgehoben, was einen Abfall der Fluoreszenzintensität bewirkt. Diesen Fluoreszenzabfall detektieren die Geräte. Dabei ist die Schmelztemperatur von der Basenzusammensetzung der DNA abhängig, die immer individuelle Abweichungen aufweist. Somit zeigt jeder DNA-Strang eine für ihn spezifische Fluoreszenzkurve auf.

Die Rotor Gene Q Cycler finden Anwendung in der medizinischen Forschung und Diagnostik zur Detektion und Analyse genetischer Unterschiede, wie z.B. die Identifizierung von Mutationen. Zudem kommen sie zum Einsatz für das Ausmachen von Krankheits-Loci auf der DNA z.B. bei Tumorerkrankungen, für das Finden von Biomarkern, aber auch für die Analyse von Verwandtschaftsverhältnissen und für die Bearbeitung von Fragestellungen der Populationsgenetik.

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Führende Biotech-Firmen wie das Hildener Unternehmen Qiagen benötigen hierfür gut ausgebildetes Personal. Somit schließt sich der Kreis zwischen Qiagen und dem Berufskolleg Hilden mit seinem akkreditierten Ausbildungsgang für Biologisch-technische Assistenten (BTA). Denn das Berufskolleg Hilden bildet Hochschulberechtigte in einem zweijährigen Ausbildungsgang in Vollzeitform zu biologisch-technisch versierte Fachkräfte aus. Während dieser Zeit absolvieren die BTA-Azubis ein 13-wöchiges Berufspraktikum in Forschungsinstituten, Kliniken oder Biotechnologie-Firmen im In- und Ausland. Zudem haben gute Schüler die Möglichkeit, sich im zweiten Ausbildungsjahr in puncto PCR, HPLC oder Molekularbiologie (IHK-Kurs) über das im Rahmen der Ausbildung übliche Maß hinaus in Spezialkursen weiterzubilden. "Diese Kurse finden in Kooperation mit der Industrie statt, um praxisrelevantere Schwerpunkte zu setzen", so Dr. Stephan Wahle, BTA-Lehrer und Leiter des PCR- und HPLC-Kurses.

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