Life Sciences Innovations

Neue mikroskopische Möglichkeiten in der Fluoreszenz

Olympus hat die inversen Mikroskope IX71 und IX81 um neu entwickelte UIS2-Objektive, Stativ-Optiken und Filter erweitert – für höchste optische Leistung bei Experimenten mit Lebendzellen. Fluoreszenz-Anwendern steht mit dem neuen optischen System UIS2 jetzt ein deutlich verbessertes Leistungspotenzial in Bezug auf Kontrast, chromatische Korrektur im breitestmöglichen Wellenlängenbereich und maximale Transmission im gesamten Wellenlängenspektrum von UV bis IR zur Verfügung.

Licht kann das Verhalten empfindlicher Proben beeinflussen oder ihre Lebensfähigkeit verringern und so Beobachtungen sowie Messungen unbrauchbar machen. Bei der Betrachtung lebender Zellen muss daher die Energie des einfallenden Lichts so weit wie möglich reduziert werden. Dies kann auf 3 Wegen erreicht werden:

Erstens: Die neue Serie von UIS2-Objektiven zeichnet sich durch eine erhöhte Empfindlichkeit aus, so dass in derselben Zeit mehr Licht aufgenommen werden kann. Eine neu entwickelte Mehrfachbeschichtung verbessert die Lichtdurchlässigkeit der Objektive mit der Bezeichnung UPLSAPO oder Spektral-Apo – das gilt in besonderem Maße für den UV- und IR-Bereich. Um Forschern die Auswahl der für ein Experiment am besten geeignetsten Objektive zu erleichtern, veröffentlicht Olympus als erster Mikroskophersteller die Transmissionskurven der Objektive im Internet unter http://www.olympus.de.

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Zweitens: Neue, bleifreie Materialien in den Objektiven und in den Stativ-Optiken minimieren das unter anderem durch Autofluoreszenz hervorgerufene Bildrauschen. Insgesamt übertrifft ein UIS2-Objektiv konventionelle Objektive um bis zu 50 % im Signal-Rausch-Verhältnis. Dies gewährleistet, dass selbst schwache Fluoreszenzsignale erkannt werden können, ohne dass die Zelle beschädigt wird.

Drittens: Die Optiken im Stativ der inversen IX71/IX81-Mikroskope erzielen durch den Einsatz der auch für die neuen Objektive verwendeten Beschichtungstechnologie eine bessere IR-Transmission – sie wurde im Bereich von 850...1000 nm mehr als verdoppelt. Das erlaubt dem Anwender, Infrarotlicht effizient für die Fluoreszenzanregung einzusetzen: Denn es hat weniger Energie und fügt den Zellen geringeren Schaden zu als Licht mit kürzerer Wellenlänge.

Zusätzlich wirkt die Korrektur chromatischer Aberrationen der UPLSAPO-Objektive über einen viel breiteren Wellenlängenbereich. Die Bilder bleiben sogar bei mehrfarbiger Fluoreszenz scharf, die über das gesamte Spektrum reicht. Dies erweist sich in der konfokalen Mikroskopie sowie besonders dann als nützlich, wenn bei der Verwendung verschiedener Fluoreszenzmarkierungen ein erneutes Fokussieren vermieden werden soll.

Das neue Design der Objektive und Stativ-Optiken wird zusätzlich ergänzt durch innovative Filter. Als erster Hersteller von Mikroskopen fertigt Olympus die Filter mittels Ionen-Depositions-Technologie. Durch diese Methode entstehen, zuverlässig und reproduzierbar, ein haltbarerer Film und sehr ebene Schichten, die eine erstklassige Filterleistung garantieren.

Durch die Verwendung von bis zu 100 Schichten – mit neuen Substraten und Beschichtungsmaterialien – können die Olympus HQ-Filter mit einer hohen Transmission und einer außerordentlich guten Trennschärfe produziert werden. Daraus resultiert, dass der Abstand zwischen Anregungs- und Emmissionsband verkleinert werden kann, so dass die Fluoreszenzleistung erhöht wird. Zusätzlich sind alle Filter mit der bewährten SLND-Technologie („Stray Light Noise Destructor”) ausgestattet, um das Signal-Rausch-Verhältnis zu erhöhen. Die neue Palette an Filtern umfasst Sets sowohl für die Auflicht- Fluoreszenzbeleuchtung als auch für die Laserbeleuchtung in konfokalen Mikroskopen wie dem Olympus FluoView FV1000.

UIS2-Objektive, Filter und IX71/81-Stativ-Optiken bilden zusammen so ein perfektes System für Fluoreszenzanwendungen. Die UIS2-Optiken sind unendlich korrigiert – wie die vorangegangenen UIS-Optiken, die in den inversen Mikroskopen der IX- bzw. den aufrechten Mikroskopen der BX-Serie von Olympus Verwendung finden. Die Mikroskope beider Serien bieten äußerste Stabilität, modulare Optiken und mehrere optische Ports für maximale Flexibilität bei Experimenten.

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