MEMS-Spiegel

MEMS-Scannerspiegel von Mirrorcle Technologies in portablen OCT-Systemen

Mirrorcle Technologies, Inc. (MTI), der kalifornische Hersteller patentierter, rahmenlos in zwei Achsen beweglicher MEMS-Spiegel meldet, dass die strahllenkenden optomechanischen Bauteile des Unternehmens in kompakten Handscannern für die optisch Kohärenztomographie (englisch: Optical Coherence Tomography, OCT) zum Einsatz kommen.

Die japanische Santec Corporation, Hersteller von optischen Komponenten, abstimmbaren Lasern, optischen Instrumenten und OCT-Systemen, verwendet die MEMS-Spiegel von MTI als Element zur zweiachsigen Strahllenkung für die regelbar geschwindigkeitsflexible Bildaufnahme in mobilen OCT-Systemen des Typs IVS-300. Diese Spiegel ermöglichen sowohl Echtzeit-2D-Querschnittsaufnahmen bis zu mehreren Millimetern Tiefe als auch dreidimensionale Datensätze, die aus mehreren solcher 2D-Schnitten zusammengestellt sind. Die intuitive "Inner Vision"-Software von Santec ermöglicht wahlweise die Darstellung der 2D- oder 3D-Datensätze oder eine Oberflächenansicht des Untersuchungsobjekts zur Orientierung. Die leicht zu bedienende grafische Benutzeroberfläche ermöglicht außerdem die Darstellung eindimensionaler OCT-Signalgrafen, diverse Datenim-/exports sowie frei wählbare Schnittstellendarstellungen der 3D-Grafik.

Die OCT ist eine relativ neues hochauflösendes bildgebendes Verfahren, bei dem mit Hilfe nicht-invasiver optischer Verfahren 3D-Datensätze von Gegenständen oder Geweben generiert werden. Sie wird zunehmend in der Medizin und Biologie zur in vivo und in vitro Bildgebung verwendet, kommt aber auch in der Mikroskopie, für die industrielle Qualitätssicherung, zur Prozesskontrolle und bei weiteren Inspektions- und Evaluationsanwendungen zum Einsatz. Weil OCT ein sicheres und zuverlässiges Verfahren ist, welches dreidimensionale Daten von Gewebestrukturen mit hoher Auflösung und ohne Ektomie sowohl am lebenden Untersuchungsobjekt als auch im Reagenzglas liefert, ist die Technologie besonders in der Medizin und Biologie beliebt. Auch als 'optische Biopsie' bezeichnet gilt OCT als eine sichere und im Vergleich zu herkömmlichen medizintechnischen Bildgebungsverfahren wie Kernspin- oder Computertomographie auch als kostengünstige Lösung. Eine spezielle Vorbehandlung der Untersuchungsgegenstände oder Gewebe ist bei der optischen Kohärenztomographie nicht nötig und sie funktioniert ganz ohne Emissionen gefährlicher ionisierender Strahlung.

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In der Biologie und Medizin können Untersuchungsobjekte heute mit Hilfe von OCT, nichtlinearer Raman-Spektroskopie sowie mit einer Vielzahl weiterer bildgebender Verfahren eindrucksvoll dargestellt und analysiert werden. Meist werden die entscheidenden Vorteile dieser Verfahren erst mit der Verfügbarkeit zuverlässiger Scanfähigkeit ermöglicht, bei denen der datengebende Untersuchungslaser entsprechend kontrolliert über einen Volumenbereich gelenkt wird. Wunschanforderungen an solche Scanspiegel, insbesonders für solche, die in kompakten Handscannern zum Einsatz kommen sollen, sind neben geringer Größe und Gewicht auch Robustheit, niedrige Kosten, und die Fähigkeit, verschiedene Scans durchführen zu können. Neben Punkt-zu-Punkt-Scans bedarf eine qualitativ hochwertige Datenaufnahme auch lineare Rasterscans, im Idealfall kann die Scangeschwindigkeit und der Scanbereich außerdem vom Benutzer kontrolliert werden ("Zoom-in"-Modus). Diese Anforderungen können nun erstmalig von den MEMS-Spiegeln von Mirrorcle Technologies erfüllt werden. Planare Spiegel mit Durchmessern bis zu 4 mm bei Bauteilgrößen von nur 1 cm, benutzerdefinierbare Scanflächenauswahl sowie regelbare Strahlgeschwindigkeiten und geringer Stromverbrauch sind einige der Schlüsselvorteile dieser MEMS-Spiegel. Weitere Infos unter http://www.mirrorcletech.com.

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