Reduktion von Emissionen
SCAT Safety-Aufsätze bei der Nutzung von Lösungsmittelabfallbehältern – Teil 2
Zur Bestimmung der Emissionen an Methanol bzw. Acetonitril in die Raumluft wurden Prüfkammeruntersuchungen durchgeführt, wobei die Prüfkammer unter den folgenden definierten Bedingungen (in Anlehnung an DIN EN ISO 16000-9) betrieben wurden:
- Temperatur: 23 °C.
- Luftfeuchte: 50 %.
- Produktbeladungsfaktor: 1 m2/m3.
- Luftaustauschrate: 0,5/h.
- Volumen: 1000-ml-Flasche mit bzw. ohne SCAT-Aufsatz.
Die Probennahme zur Bestimmung der Raumluftkonzentration an Methanol sowie Acetonitril erfolgte am Auslass nach 24 h, nach drei Tagen sowie nach sieben Tagen. Die eigentliche Bestimmung erfolgte im Anschluss für Methanol auf Silicagel-Röhrchen bzw. für Acetonitril mittels Anasorb-747-Röhrchen, wobei die Analyse gemäß NIOSH 2000 (Methanol) bzw. NIOSH 1606 (Acetonitril) durchgeführt wurde.
In diesem Zusammenhang wird das Adsorbens mittels Lösungsmittel eluiert, und der Extrakt im Anschluss über einen Heißverdampfer kapillargaschromatografisch analysiert. Die Detektion erfolgte an einem GC-MS-System (Ion-Trap), wobei zur Erhöhung der Selektivität die chemische Ionisation mit Wasser eingesetzt wurde.
Ergebnisse + Befund
Die SGS-Institut Fresenius GmbH wurde von der SCAT Europe GmbH beauftragt, die Effektivität ihrer SCAT SafetyCaps im Vergleich zu einer Lösungsmittelflasche ohne SCAT SafetyCap näher zu beurteilen. Die ermittelten Messergebnisse zur Bestimmung der Raumluftkonzentration von Methanol bzw. Acetonitril in der Prüfkammer zeigt obenstehende Tabelle.
Um eine Ermittlung der Raumluftemissionen durch eine offene Lösungsmittelflasche im Vergleich zu einer Lösungsmittelflasche mit SCAT-Aufsatz vornehmen zu können, wurde jeweils eine Lösungsmittelflasche in eine Prüfkammer gegeben und nach 1, 3 sowie 7 Tagen auf ihre Emissionen an Methanol bzw. Acetonitril überprüft. Hierbei wird ersichtlich, dass bei einer Lösungsmittelflasche ohne SafetyCap in der Prüfkammer trotz ständigen Luftaustauschs eine Konzentration an Methanol von 630...660 mg/m3 festgestellt werden konnte, wohingegen bei einer Lösungsmittelflasche mit SafetyCap eine Konzentration von 1...2 mg/m3 analysiert wurde. Mit dem SCAT SafetyCap wird also eine deutliche Reduzierung fast gegen 0 der Methanol-Konzentration in der Prüfkammer erreicht, so dass der Arbeitsplatzgrenzwert gemäß TRGS 900 von 270 mg/m3 deutlich unterschritten wurde.
Im Gegensatz hierzu ist der Arbeitsplatzgrenzwert ohne SafetyCap mit 630...660 mg/m3 deutlich überschritten worden, so dass eine Hintergrundbelastung vorliegt, welche zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Mitarbeiter im Labor führen kann.
Ein ähnliches Bild ergeben ebenfalls die Prüfkammeruntersuchungen mit Acetonitril, wobei mit dem SCAT-Aufsatz eine Konzentration von 1...5 mg/m3 und – im Gegensatz hierzu – ohne SCAT-Aufsatz eine Raumluftkonzentration, trotz ständigen Luftaustauschs, von 730...800 mg/m3 festgestellt wurde.
Bei einem Vergleich der ermittelten Prüfkammeremissionen mit dem Acetonitril-Grenzwert gemäß TRGS 900 von 34 mg/m3 wird ersichtlich, dass ohne den SCAT-Aufsatz eine deutliche Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes festzustellen ist. Im Gegensatz hierzu ist mit dem SCAT SafetyCap auf der Lösungsmittelflasche eine deutliche Minimierung der Acetonitril-Konzentration festzustellen, so dass der Arbeitsplatzgrenzwert deutlich unterschritten wurde.
Fazit
Zusammenfassend wird ersichtlich, dass die Lösungsmittelemissionen durch die SCAT SafetyCaps deutlich reduziert werden konnten. In diesem Zusammenhang ist somit eine deutliche Reduktion der vorliegenden Raumluftbelastungen mit Lösungsmitteln in einem Labor bei einer Nutzung von SCAT Safety-Aufsätzen zu erwarten. Hierbei ist eine Minderung der Lösungsmittelkonzentration in der Raumluft in ähnlichen Größenverhältnissen wie oben dargestellt anzunehmen, sodass eine deutlich geringere gesundheitliche Gefährdung für die Mitarbeiter gegeben ist.
Josef Spark*), Dr. Richard Mecke**)
- SGS Institut Fresenius GmbH, Im Maisel 14, 65232 Taunusstein
- SCAT Europe GmbH, Opelstr. 3, 64546 Mörfelden













