Zellulose-Ethanol als Kraftstoff
Deutscher Innovationspreis für sunliquid®
Das Spezialchemieunternehmen Clariant wurde im Rahmen des Deutschen Innovationspreises für Klima und Umwelt (IKU) für seine sunliquid®-Technologie zur Herstellung von Zellulose-Ethanol ausgezeichnet. Das biotechnologische Verfahren erzielte den ersten Platz in der Kategorie Prozessinnovationen und setzte sich gegen 14 Mitbewerber durch.
Mit dem sunliquid-Verfahren können Biokraftstoffe und biobasierte Chemikalien auf Basis von Agrarreststoffen, wie beispielsweise Weizenstroh, nachhaltig und ökonomisch hergestellt werden, ohne in Konkurrenz zur Nahrungs- oder Futtermittelproduktion zu stehen.
„Biokraftstoffe aus Agrarreststoffen spielen eine Schlüsselrolle, um Mobilität weltweit nachhaltiger zu gestalten. Verglichen mit fossilen Kraftstoffen können Treibhausgasemissionen bis zu 95 % reduziert werden. Die Auszeichnung des Ministeriums bestätigt unseren Ansatz und freut uns natürlich sehr“, erläutert Andre Koltermann, Leiter Group Biotechnology bei Clariant.
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zeichneten bereits zum fünften Mal mit dem IKU Projekte zu klima- und umweltfreundlichen Verfahren, Produkten und Dienstleistungen aus. Die Juroren stützten sich bei ihrer Auswahl auf die fundierte fachliche Analyse aller Bewerbungen durch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI).
Die feierliche Preisverleihung mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Holger Lösch, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, fand im BMUB in Berlin statt. Der Preis ist mit 25000 Euro dotiert.










