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Gemeinschaftslabor zum Rohstoffwandel

Der Exzellenzcluster "Unifying Concepts in Catalysis" (UniCat) und das Chemieunternehmen BASF haben einen Kooperationsvertrag zur Gründung eines neuen Gemeinschaftslabors unterzeichnet. In diesem Labor werden neue katalytische Prozesse für den Rohstoffwandel entwickelt. Damit wird die Suche nach Alternativen zum Erdöl vorangetrieben, insbesondere die Nutzung von Erdgas. Langfristiges Ziel ist die Versorgungssicherheit mit Rohstoffen für die Herstellung von chemischen Produkten.

Für die Errichtung des "UniCat-BASF Joint Lab" bringen die BASF und die Technische Universität Berlin die Ressourcen auf. BASF investiert bis zu 6,4 Millionen Euro im Laufe der ersten fünf Jahre. Das Gesamtvolumen beträgt rund 13 Millionen Euro. In dem 900 Quadratmeter großen Labor werden künftig zwölf Post-Docs und Doktoranden forschen. Ab Januar 2012 erfolgt die Ausstattung mit Geräten zur Synthese, Charakterisierung und Testung von Katalysatoren.

Für Dr. Friedrich Seitz, Leiter des BASF-Kompetenzzentrums Chemicals Research and Engineering, ist die Kooperation von strategischer Bedeutung: "Erdgas, Kohlendioxid und Biomasse können als Rohstoffe für die Chemieindustrie Erdöl künftig ergänzen. Bis es so weit ist, gibt es jedoch noch einige Herausforderungen zu meistern. Mit Hilfe des Joint Labs wollen wir multidisziplinäre Ansätze in der Katalyse für den Rohstoffwandel und insbesondere zur Aktivierung wenig reaktiver Moleküle verfolgen", erläutert er.

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"Unifying Concepts in Catalysis" (UniCat) ist ein im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gegründeter interdisziplinärer Forschungsverbund, dessen zentrales Thema die Katalyse ist. UniCat wird von vier Universitäten und zwei Max-Planck-Instituten im Berliner Raum getragen. Mehr als 50 Arbeitsgruppen bearbeiten gemeinsam zukunftsrelevante Forschungsthemen von der chemischen Umwandlung von Erd- und Biogas, der Aktivierung von Kohlendioxid über die Erzeugung von Wasserstoff aus Licht und Wasser bis hin zur Synthese von Wirkstoffen mit Hilfe von Enzymen. Sprecherhochschule ist die Technische Universität Berlin.

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