Konzept für Gründerteams im Bereich Life Sciences

Inkubator für Life Science-Gründungen in Göttingen

Mit der Life Science Factory eröffnet Ende 2021 in Göttingen auf mehr als 3 400 m² ein Start-up-Inkubator für Life Science-Gründungen.

Von links: Sten Küster, Event & Program Coordinator, Svenja Hodel, Communication Manager, und Dr. Petra Runge-Wollmann, Life Science Community Manager bei der "Life Science Factory". © Life Science Factory

Während Unternehmensgründungen in Deutschland mehr in den Fokus rücken und von jungen Akademikern als eine realistische Karriereoption wahrgenommen werden, sehen sich Forscher aus dem Bereich der Lebenswissenschaften immer noch besonderen Herausforderungen gegenüber, wenn es darum geht, Translation erfolgreich umzusetzen und sich am Markt zu etablieren.

Wer im Life Science-Bereich mit einem Unternehmen am Markt Fuß fassen möchte, das auf neuartigen Technologien baut, steht in Deutschland strengen Richtlinien und Gesetzen gegenüber. Es fordert Expertise und Erfahrung in der Branche, um mit diesen Hürden umzugehen. Des Weiteren gilt Gründungskapital für Life Science Unternehmer als Risikokapital, was nicht zuletzt auf die langen Entwicklungszeiträume zurückzuführen ist.
Durchhaltevermögen auf beiden Seiten ist gefragt und auch damit ist es noch nicht getan. Der Bedarf an Räumlichkeiten, wie Laborflächen und Büroräumen, ist in diesem Kontext sehr bedeutend. Bei bisherigen öffentlich finanzierten Konzepten wie Gründungszentren mit mietbaren Laboreinheiten fehlt es zuweilen an relevanter Laborausstattung, Equipment und Service sowie an der Möglichkeit zum Austausch der Gründer untereinander.

Life Science-Inkubator entsteht in Göttingen
Inspiriert von fortschrittlichen Inkubator-Konzepten aus den USA, soll nun auch in Deutschland ein neuartiges Konzept an genau diesen Bedarfen ansetzen: Die von Sartorius gegründete, eigenständige Life Science Factory hat zum Ziel, Forschung und Entwicklung innovativer Technologien mit einem klaren Anwendungsfokus zu stärken und Wissenschaftlern den Raum zu bieten, erste Schritte außerhalb akademischer Institutionen zu gehen.
In diesem Rahmen entsteht in der Wissenschaftsstadt Göttingen im sogenannten Sartorius Quartier bis Ende 2021 ein Life Science Start-up Inkubator. Auf ca. 3.400 m² und vier Stockwerken bietet die Life Science Factory zukünftig eine Prototyping-Werkstatt, Coworking- und Büroräume sowie eine Vielzahl an Laborplätzen, die als „shared lab benches“ mit „shared equipment“ ausgestattet sein werden. Diese Infrastruktur, eingebettet in ein dichtes Programm an Mentoring- und Networking-Angeboten, soll jungen Gründerteams einen fruchtbaren Austausch und das Arbeiten inmitten der Life Science Community bieten.

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Bedarfsgerecht angelegt
Einem Baukastensystem gleichend, erhalten junge Gründerteams in der Life Science Factory exakt den Service, der ihren Bedarfen entspricht. Dieses Umfeld bietet jungen Teams die Möglichkeit, sich auf ihre Kernkompetenzen zu fokussieren und somit ihre Forschung und Gründung effizient voranzutreiben.

Im Sartorius Quartier werden neben der Life Science Factory auch der Gesundheitscampus sowie relevante Industriepartner angesiedelt sein. Durch die entstehende Life Science Community befinden sich Gründer und Forscher in unmittelbarer Nähe zu Stakeholdern und Talenten aus ihrer Branche. Innerhalb dieses Netzwerks profitieren sie vom Austausch mit Wissenschaftlern, Business- und Regulatory-Experten genauso wie vom Zugang zu Key Opinion Leaders, Corporates und Venture Capitalists im Life Science Bereich.

Während das Vorhaben im Sartorius Quartier bis Ende 2021 fertiggestellt wird, ist derzeit bereits ein „Prototyp“ der Life Science Factory in der Göttinger Innenstadt zu finden, der zu Beginn des Jahres eröffnet wurde: Auf 600 m² können Life Science-Gründerinnen und -Gründer bereits jetzt einen Arbeitsplatz im Coworking-Bereich mieten oder die 3D-Drucker im Dry Lab nutzen und sich mit der Community vor Ort austauschen.

Neben den Räumlichkeiten gibt es bereits einige Veranstaltungen und Unterstützungsprogramme für Teams mit Gründungsvorhaben und junge Start-ups. So findet dieses Jahr bereits zum zweiten Mal der „AHEAD Life Science Track“ in Kooperation mit Fraunhofer Venture statt. Bei dem (kostenlosen) Programm werden junge Teams und Gründer bedarfsgerecht bei dem Aufbau ihres Startups in intensiven Coachings über mehrere Monate unterstützt und begleitet. Neben Programmen finden auch immer wieder einzelne Workshops, Fachvorträge und „Entrepreneur Talks“ statt.
Weitere Informationen zur Life Science Factory und geplanten Veranstaltungen finden sich unter: www.lifescience-factory.com.

Quelle: Life Science Factory

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