Neue Professur für Zellbiologie

Erste Heisenberg-Professur an der Universitätsmedizin Mainz

Der Molekularbiologe Prof. Krishnaraj Rajalingam (Jg. 1977) hat die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Heisenberg-Professur für Zellbiologie am Forschungszentrum Immuntherapie (FZI) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) angetreten. Die W3 Professur wird zunächst für die Dauer von drei Jahren und nach erfolgreicher Evaluation für weitere zwei Jahre gefördert.

Der Wissenschaftliche Vorstand, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann (l.), die Vorstandsvorsitzende und Medizinischer Vorstand, Prof. Dr. Babette Simon, und Univ.-Prof. Dr. Hansjörg Schild (r.), Direktor des Instituts für Immunologie der Universitätsmedizin und Sprecher des Forschungszentrums für Immuntherapie (FZI) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, heißen Prof. Dr. Krishnaraj Rajalingam an der Universitätsmedizin Mainz willkommen. (Bild: Peter Pulkowski)

Die Forschung von Prof. Rajalingam zielt darauf ab, die molekularen Signalwege zu verstehen, die verschiedene Zellprozesse wie den programmierten Zelltod, Zellwanderung oder Zelldifferenzierung steuern. Konzentrierte sich Rajalingam bislang eher auf Tumorzellen, so will er künftig den Fokus auf Immunzellen richten. Die von ihm betriebene Grundlagenforschung hat einen hohen Nutzen für die Forschungsschwerpunkte Immuntherapie, Translationale Neurowissenschaften und Translationale Vaskuläre Biologie der Universitätsmedizin Mainz. Seine Forschungsergebnisse sollen dazu beitragen, den Weg für neue Therapien bei Autoimmunerkrankungen, neurologischen Erkrankungen oder Krebs zu ebnen.

"Wir beglückwünschen Prof. Krishnaraj Rajalingam zur Bewilligung einer angesehenen Heisenberg-Professur durch die DFG", erklärt der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch. "Translationale Medizin im Bereich von Immuntherapie, Neurowissenschaften wie auch vaskulärer Biologie zählt zu den exzellenten Forschungsfeldern unserer Universität, die international Anerkennung finden und somit entscheidend zur Profilbildung der JGU beitragen. Die Heisenberg-Professur von Krishnaraj Rajalingam mit ihrer Schwerpunktsetzung in der Zellbiologie wird deutlich zur strukturellen Weiterentwicklung dieses Spitzenforschungsbereichs in Mainz beitragen."

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Um zu begreifen, wie verschiedene hochkomplexe Krankheiten entstehen, ist ein tiefgreifendes Verständnis der zellulären Prozesse eine zentrale Voraussetzung. Wie erfolgt die Weiterleitung biochemischer Informationen in und zwischen Zellen? Auf welche Weise verbreiten sich Krankheitserreger durch Zellmigration (Fortbewegen und Wandern von Zellen) im Körper? Wie kommt es zum programmierten Zelltod? Antworten auf diese und vergleichbare Fragen zu finden, ist das Ziel von Professor Rajalingam.

Rajalingam gilt als ausgewiesener Experte für die Erforschung molekularer Signalwege bei der Entstehung von Krankheiten. "Seine Forschungsthematik befindet sich an der Schnittstelle der drei großen Forschungsschwerpunkte der Universitätsmedizin Mainz Immunologie, Translationale Neurowissenschaften und Translationale Vaskuläre Biologie. Aus diesem Grund hat die Besetzung der Heisenberg-Professur für Zellbiologie mit Prof. Rajalingam eine weitreichende strategische Dimension, da sie zur Stärkung unserer Forschungsschwerpunkte beiträgt", bemerkt der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann, und ergänzt: "Ich bin überzeugt, dass Prof. Rajalingam die von der Johannes Gutenberg-Universität und der Universitätsmedizin Mainz avisierte Profilbildung hin zu einer translationalen Spitzenforschung im immunologischen, neurowissenschaftlichen und vaskulären-biologischen Bereich entscheidend voranbringen wird."

Darüber hinaus ist Prof. Rajalingam nach Meinung des Wissenschaftlichen Vorstands ein interessanter Kooperationspartner für die biopharmazeutische Forschungsinstitution TRON (Translationale Onkologie GmbH) und das auf dem JGU-Campus beheimatete Institut für Molekulare Biologie (IMB).

Die Heisenberg-Professur von Prof. Rajalingam ist in das Forschungszentrum für Immuntherapie (FZI) integriert. Dies ist aufgrund der besonderen Bedeutung seiner Forschungsarbeiten für das Verständnis der Deregulation des Immunsystems bei der Entstehung von chronischen Infektionen, Autoimmun- und Krebserkrankungen erfolgt. Nach dem Auslaufen der DFG-Förderung erfolgt die dauerhafte Etablierung der Professur an der Universitätsmedizin Mainz.

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