Ökobilanz von Produkten und Prozessen

Evonik ermittelt Wasserfußabdruck von globalen Wertschöpfungsketten

Das Geschäftsgebiet Animal Nutrition von Evonik wirkt am Verbundprojekt „Wasserfußabdruck für Unternehmen – lokale Maßnahmen in globalen Wertschöpfungsketten“ (WELLE) mit. Ziel ist es, die Ökobilanzen von Produkten und Prozessen zukünftig um die Aspekte Wasserverbrauch und lokale Wasserknappheit zu erweitern. Das im April gestartete, auf drei Jahre angelegte Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die Projektleitung liegt beim Fachgebiet Sustainable Engineering der TU Berlin.

Ziel des Verbundprojekts: Ökobilanzen von Produkten und Prozessen sollen zukünftig um die Aspekte Wasserverbrauch und lokale Wasserknappheit erweitert werden. (Bild: Evonik)

Für Evonik ist der Schutz von Ressourcen, Umwelt und Klima ein zentrales Element unternehmerischen Handelns. Ökobilanzielle Betrachtungen (Life Cycle Assessments) sind im operativen Geschäft von Evonik bereits fest verankert. Das Geschäftsgebiet Animal Nutrition erstellt bereits seit dem Jahr 2003 regelmäßig Ökobilanzen für seine Aminosäureprodukte, um deren Nachhaltigkeit im Hinblick auf CO2-Emissionen, Versauerung und Eutrophierung über den gesamten Lebenszyklus („von der Wiege bis zur Bahre“) quantitativ zu bewerten.

„Wir möchten unsere Methodik im nächsten Schritt um den Wasserfußabdruck erweitern und bis 2020 zu einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsbewertung kommen, die auch die sozialen Aspekte einschließt“, sagt Dr. Michael Binder, der das Thema Wasserfußabdruck im Bereich Nachhaltigkeitsentwicklung im Segment Nutrition & Care von Evonik aufbaut.

Beim Thema Wasser geht es zum einen um den Wasserverbrauch an den Produktionsstandorten. Die Methodik dafür soll im Rahmen des Verbundprojekts WELLE entwickelt werden. Evonik wird zu den ersten Unternehmen gehören, die sie voraussichtlich im kommenden Jahr auf ihre industrielle Anwendbarkeit testen.

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Ein großer Teil des Wasserverbrauchs entsteht allerdings nicht an den Produktionsstandorten, sondern in der Lieferkette davor – oftmals in Ländern mit Wasserknappheit. Im Projekt WELLE sollen deshalb die gesamten globalen Wertschöpfungsketten betrachtet werden. Für Evonik etwa bedeutet das, dass auch Lieferanten in die Analyse einbezogen werden, indem sie entweder selbst mit der Methodik arbeiten oder Rohdaten zur Verfügung stellen.

„Wasser dürfte neben dem Klimawandel eines der dominierenden ökologischen Themen der nächsten Jahre werden“, prognostiziert Dr. Martin Kirchner, der das Projekt als Leiter der Life Cycle Management Gruppe aus dem Bereich Technology & Infrastructure methodisch begleitet. Beim Dow-Jones-Nachhaltigkeitsindex etwa nimmt es inzwischen großen Raum ein.

„Wir sind froh, dass die Methodenentwicklung in Sachen Wasserfußabdruck nun vorangetrieben wird. Als Basis für verantwortungsvolle unternehmerische Entscheidungen brauchen wir belastbare Fakten“, so der Nachhaltigkeitsexperte Kirchner.

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