Qualitätssicherung im Fokus

Control 2014

Die Control profitiert vom schwächelnden Wettbewerb, so sieht es der Veranstalter P.E. Schall und verweist auf steigende Beteiligung und Flächen zur diesjährigen Show in Stuttgart vom 6. bis zum 9. Mai.

Das genaue Hingucken bei der Qualitätssicherung ist Thema der Messe Control in Stuttgart. Immer häufiger werden hierfür industrielle Bildverarbeitungssysteme eingesetzt. (Foto: Control)

Rund 1,5 Milliarden Euro erreichte der Branchenumsatz der Industriellen Bildverarbeitung 2012. Damit lag er fast auf dem Niveau des Spitzenjahres 2011. Dabei ergeben sich innerhalb der Nutzergruppen Verschiebungen. Nach starken Investitionen der Automobilindustrie in den Jahren 2010 und 2011 ging der Umsatz der Industriellen Bildverarbeitung zuletzt um fast 25Prozent zurück. Mit einem Fünftel-Anteil bleibt Automotive dennoch die wichtigste industrielle Anwenderbranche. Deutlich zulegen konnten in letzter Zeit aber die Bereiche Pharma, Kosmetik und Healthcare (plus 36Prozent) sowie die Gummi- und Kunststoffindustrie (plus 70Prozent). Der Umsatz mit nichtindustriellen Anwendungen stieg um fast neun Prozent an und übertraf mit einem Anteil von knapp 28Prozent erstmals den Umsatzanteil der Automobilindustrie.

Das wachsende Anwendungsspektrum der Industriellen Bildverarbeitung, ein weltweiter Trend zur Qualitätssicherung und Produktivitätssteigerung sowie die steigende Nachfrage aus Nordamerika und Asien geben der Industriellen Bildverarbeitung Wachstumsimpulse. Vor diesem Hintergrund erwartete VDMA Industrielle Bildverarbeitung 2013 eine Erhöhung des Branchenumsatzes um fünf Prozent auf knapp 1,6Milliarden Euro.

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Informations-, Kommunikations-, Business-, Branchentreff- und Event-Plattform für diesen Bereich, so sieht sich die Control - Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung. Vom 6. bis 9.Mai in Stuttgart bereits zum 28.Mal stattfindend, zeigt sich die Control laut Veranstalter Schall "erneut in Bestform und glänzt mit Zuwachsraten an Ausstellungsfläche und in- sowie ausländischen Ausstellern." Hinsichtlich Technologien, Verfahren, Produkten und Systemen gibt es vor allem in den Segmenten Bildverarbeitungs- und Visionssysteme sowie Testeinrichtungen für Automotive-Komponenten und Baugruppen signifikante Zuwächse.

Dazu sagte die Schall-Projektleiterin der Control, Gitta Schlaak: "Nachdem sich die Prozessorientierung fortsetzt und die eine oder andere, wenn auch nur in Teilen, als Wettbewerb zur Control anzusehende Veranstaltung wohl schwächelt, suchen marktaktive Hersteller und Anbieter von QS-Produkten sozusagen nach einem sicheren Hafen. Da wir in dem Bereich schon immer eine gute Expertise hatten, lag es nahe, dass sich mehrere Hersteller und Anbieter der Control zuwenden, worüber wir natürlich sehr erfreut sind."

Gleiches gilt für die Hersteller und Anbieter von End-off-Line-Testanlagen für die Produktion von Serienbaugruppen aus der Automotive- und Konsumgüter-Industrie, die sich heute mit allen Facetten der produktionsnahen Qualitätssicherung befassen müssen. Durch die Notwendigkeit, das komplexe Thema Qualitätssicherung als Querschnittsfunktion in den Unternehmen begreifen und verstehen zu müssen, sind End-off-Line-Testanlagen nicht mehr als isolierte Einheiten zu betrachten, sondern von Beginn an in Produktionsstrategien einzubinden. Die Control bietet dafür das erforderliche Umfeld, beginnend bei den QS-Technologien und Verfahren über Produkte und Baugruppen und bis hin zur Präsentation kompletter Systemlösungen.

Die Control versteht sich aber nicht nur hinsichtlich der Hersteller und Anbieter von QS-Produkten in Hard- und Software, sondern auch bezüglich der relevanten Protagonisten als leistungsfähiger und verlässlicher Partner. Belegbar ist dies an zum Teil langjährigen Kooperationen wie mit der Fraunhofer-Allianz Vision (Erlangen) bei der alljährlichen Sonderschau "Berührungslose Messtechnik" oder dem Event-Forum (Fraunhofer IPA Stuttgart) sowie den ideellen Trägern wie zum Beispiel der DGQ Deutsche Gesellschaft für Qualität (Frankfurt) mit deren Workshops.

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