Kontaminanten im Rhein-Wasser

Schnelle Identifizierung

Professor Dr. Andreas Fath von der Universität Furtwangen arbeitet an einem Verfahren zur Spaltung von Flusswasser-Kontaminanten in unproblematische mineralische Produkte. Für seine Untersuchungen nutzt er ein AB Sciex QTRAP®-4000-System zur Identifikation und Quantifizierung. Erste Forschungsergebnisse wurden auf dem 7. Hansgrohe Wassersymposium am 13. November in Schiltach präsentiert.

Rheinschwimmer Prof. Dr. Andreas Fath (links im Bild), Universität Furtwangen, und Dr. Rainer Huth, Sales Representative Mass Spectrometry, AB Sciex, im Labor mit dem QTRAP®- 4000-System.

Fath und sein Team setzen das QTRAP-System ein, um genaue Informationen über die Zusammensetzung und Konzentration von Kontaminationen im Rhein zu erhalten – und zwar vor und nach elektrochemischer Dekontamination, die mithilfe eines von Fath entwickelten Systems durchgeführt wird und am Beispiel perfluorierter Tenside in Abwasser bereits erfolgreich getestet wurde. Die Leistungsfähigkeit des QTRAP-Gerätes ist ausschlaggebend für das Projekt: Das Instrument wird in Zukunft benötigt, um den Grad der chemischen Verunreinigung durch Wirkstoffe, Hormone aus Kontrazeptiva, Süßstoffe, Röntgenkontrastmittel und andere Verbindungen in Wasserproben zu bestimmen.

„Wir haben uns für die QTRAP-Technologie entschieden, weil sie eine selektive und gleichzeitig sensitive Plattform zur schnellen und einfachen Identifizierung, Charakterisierung und Quantifizierung chemischer Kontaminanten darstellt“, so Fath. „In Kombination mit unserem Gerät zur elektrochemischen Spaltung von Chemi-kalien können wir hunderte Liter Abwasser behandeln und mit dem QTRAP-System die Art und Menge der entstandenen Abbau-Fragmente bestimmen. Fath erklärt weiter: „Unser Instrument zur Zersetzung von Chemikalien ist eine nachhaltige Technologie, die Sonnenenergie nutzt, um den benötigten elektrischen Strom zu generieren.“ Mit seinem Gerät zielt Fath vor allem auf solche Kontaminationen ab, die in Kläranlagen derzeit nicht abgebaut werden können.

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Seinen Spitznamen „Schwimmender Professor“ erhielt Fath, weil er sich im Rahmen der gesponserten Awareness-Kampagne „Rheines Wasser“ auf eine 1231 Kilometer lange Schwimmtour entlang des Rheins begab. Er wollte damit auf die Verunreinigungen in Flüssen und die Bedeutung seiner Forschungsarbeiten aufmerksam machen. Außerdem wollte er für die Finanzierung neuer Wasseranalyse-Geräte an der Universität Furtwangen werben.

Auf seinem Weg durch den Rhein sammelte der Professor Proben mit einem sogenannten „Passive Sampler“, der an seinem Bein befestigt war.

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