
Evaluierung von Genotoxizität
Mit einem neuen Screening-Service von Merck, Darmstadt, lassen sich Eigenschaften von Substanzen, die für ihre Genotoxizität und ihren Wirkmechanismus bestimmend sind, jetzt genauer vorhersagen.

Mit einem neuen Screening-Service von Merck, Darmstadt, lassen sich Eigenschaften von Substanzen, die für ihre Genotoxizität und ihren Wirkmechanismus bestimmend sind, jetzt genauer vorhersagen.

Nanopartikel aus Verbrennungsmotoren können Viren aktivieren, die in Lungengewebszellen „ruhen“. Das fanden Forscher des Helmholtz Zentrums München, Partner im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL), heraus.

Vorhersage entlastet das Gehirn
Sinneswahrnehmungen kosten unser Hirn weniger Energie, wenn wir die Vorkommnisse, die wir wahrnehmen, selbst hervorrufen.

Ein rotglühender Sonnenuntergang oder die schier unendliche blaue Weite in der Karibik – solche Bilder hinterlassen einen besonders intensiven Eindruck. Im menschlichen Gehirn gibt es Nervenzellen, die auf Landschaften spezialisiert sind und kaum auf Personen, Gegenstände oder Tiere reagieren.

Neurologen und Neurowissenschaftlern vom Leibniz-Institut für Neurobiologie gelang gemeinsam mit Kollegen der Universitätsklinik für Neurologie Magdeburg, des DZNE Magdeburg sowie der Medizinischen Hochschule Hannover ein wichtiger Schritt in der Erforschung von ALS.

Dr. Bernardo S. Franklin vom Institut für Angeborene Immunität der Universität Bonn erhält einen begehrten Starting Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC). Damit ist in den nächsten 5 Jahren eine Förderung in Höhe von rund 1,5 Mio. Euro verbunden.

Qiagen hat ein neues Instrument zur Isolierung lebensfähiger Einzelzellen aus Proben entwickelt.

Dogma der Zellbiologie wackelt
Ein Wissenschaftlerteam des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) rüttelt an einem Dogma der Zellbiologie. Mit detaillierten Versuchsreihen wiesen sie nach, wie Nervenzellen das Wachstum von Blutgefäßen modulieren – und nicht, wie bisher angenommen, über einen Kontrollmechanismus der Gefäßzellen untereinander.

Ein neuer Wirkstoff hilft möglicherweise gegen schwere Formen von Hodenkrebs, die auf andere Therapien nur ungenügend ansprechen. In Mäusen tötet die Substanz entartete Zellen ab und lässt Hodentumoren schrumpfen.

Arzneistoff-Cocktail tötet Tumorzellen
Mit einer Kombination aus einem Diabetesmedikament und einem Blutdrucksenker können Krebszellen effektiv bekämpft werden. Wie das Forscherteam unter der Leitung von Prof. Michael Hall vom Biozentrum der Universität Basel im Fachjournal „Science Advances“ zudem berichtet, sprechen spezifisch Krebszellen auf diese Wirkstoffkombination an.

Wanderung von Tumor- und Immunzellen
Eine Forschungsgruppe unter der Leitung des Marburger Pharmakologen Prof. Dr. Thomas Worzfeld hat einen neuen Mechanismus entdeckt, der die zielgerichtete Wanderung von Tumor- und Immunzellen steuert.

Das Protein CD44v6 spielt eine wesentliche Rolle bei der Metastasierung von Tumoren. Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben nun eine Möglichkeit entdeckt, CD44v6 exprimierende Krebszellen aufzuspüren, durch fluoreszierende Nanokristalle. Ihre Arbeit stellen sie in der Zeitschrift Advanced Science vor (DOI: 10.1002/advs.201600202).
Forscher des Frankfurter Universitätsklinikums haben herausgefunden, dass Leukämiezellen ihr Aussehen spontan ändern und dadurch dem Abtöten durch Medikamente entgehen können. Diese Erkenntnis ist maßgeblich für die weitere Erforschung dieser Zellen als Grundlage zukünftiger Therapien.

VolkswagenStiftung fördert Projekt „Living...
Im Rahmen der Initiative „Leben? – Ein neuer Blick der Naturwissenschaften auf die grundlegenden Prinzipien des Lebens“ fördert die VolkswagenStiftung ein Gemeinschaftsprojekt von Wissenschaftlern des Göttingen Campus und aus Heidelberg zur Erforschung lebender Schäume.
Neue Methode zur Zellstimulation
Jeder Mensch besteht aus etwa 100 Billionen Zellen – aneinandergereiht würden sie 60-mal um den Erdball reichen. Die meisten dieser Zellen entstehen durch Teilung und Differenzierung einer einzigen Eizelle.

Wissenschaftler der Molecular Medicine Partnership Unit, einer Kollaboration zwischen EMBL und Universitätsklinikum Heidelberg, nutzen höchstauflösende bildgebende Verfahren: Aufnahmen von realen intakten Viren zeigen, wie deren Eiweißhülle Capsid aufgebaut ist.

Der Darm ist ein wichtiges Organ mit einer riesigen Oberfläche, die beim Menschen nahezu der Fläche eines Tennisplatzes entspricht. Die Balance im Darm zwischen „Außen“ und „Innen“, zwischen der Mikroflora im Darm und dem Körper ist extrem wichtig, aber auch heikel.

Dendritische Zellen sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems: Sie erkennen Eindringlinge, nehmen sie auf und lösen daraufhin eine vollständige Immunantwort aus.

LMU-Forscher zeigen, warum die Standardbehandlung bei dem aggressiven Blutkrebs oft nicht wirken kann – und entdecken damit nicht nur einen Biomarker für die Effizienz der Medikamente, sondern auch einen Angriffspunkt für neue Therapien.
Neutronen klären wichtige Enzymfunktion
Helicobacter pylori steht unter dringendem Verdacht Magenkrebs auszulösen. Jetzt hat ein internationales Forscherteam um Prof. Donald R. Ronning (University of Toledo, USA) mit Hilfe von Neutronen die Funktionsweise eines wichtigen Enzyms im Stoffwechsel des Bakteriums entschlüsselt.