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Innovation, Qualität, Service - 70 Jahre WTW

Histologie in 3DNeue Färbemethode ermöglicht Nano-CT-Aufnahmen von Gewebeproben

Prof. Franz Pfeiffer montiert eine Probe am Nano-CT-Gerät

Bislang werden Gewebeproben von Patienten für histologische Untersuchungen in dünne Scheiben geschnitten. Das könnte sich in Zukunft ändern: Ein interdisziplinäres Team TUM hat eine Färbemethode entwickelt, die es erlaubt, dreidimensionale Gewebeproben mit dem ebenfalls kürzlich an der TUM entwickelten Nano-CT-Gerät zu untersuchen.

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Innovation, Qualität, Service70 Jahre WTW – Wissenschaftlich-Technische Werkstätten

In vielen Laboratorien sind WTW-Messgeräte für die Wasser- und Flüssigkeitsanalytik bestens eingeführt. Auch im Bereich der Umweltmessung und in Kläranlagen schwören viele Anwender auf die Produkte der Wissenschaftlich-Technischen Werkstätten, Weilheim. In diesem Jahr feiert die Firma ihr 70-jähriges Jubiläum unter dem Motto „70 Jahre Innovation, Qualität, Service“.

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Firmengebäude von WTW

In den Wirren der letzten Kriegswochen verschlug es den jungen Physiker Dr. habil. Karl Slevogt, der bis dahin in der Hochfrequenztechnik geforscht hatte, nach Hohenpeißenberg. Er kam im nahegelegenen Dorf Wessobrunn unter und schlug sich zunächst mit der Reparatur von Volksempfängern durch. Bald begann er mit dem Bau eines eigenen Radiogerätes, des Modells „Thassilo“. In der Zeit vor der Währungsreform herrschten Tauschwirtschaft, Zigarettenwährung, Schwarzmarkt. Trotzdem lief das Geschäft gut; am 1. September 1945 gründete Dr. Slevogt, seine Firma, das „Ingenieurbüro für Elektrophysik und Aufbereitung“.

Als das Radiogeschäft nach ein paar Jahren jedoch unrentabel wurde, verlegte Slevogt sich auf den Bau wissenschaftlicher Messgeräte und änderte den Firmennamen in WTW – Wissenschaftlich-Technische Werkstätten. Im Juni 1949 nahm die WTW an der ersten Tagung der renommierten Gesellschaft für Chemische Technik (Dechema) nach dem Krieg teil und ist seitdem auf jeder Achema, der großen Chemiemesse in Frankfurt, vertreten.

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Eichung des WTW Dekameters

Start mit Dekameter und Hygrofix
Die ersten Produkte der Firma waren „Dekameter“ und „Hygrofix“ – Geräte zur Bestimmung des Wasseranteils in Getreide, Mehl, Ölsaaten oder Tabak, über die Messung der sogenannten Dielektrizitätskonstante. Es waren die richtigen

Produkte für jene hungrigen Jahre, und sie verkauften sich gut. Selbst so große Firmen wie der Zigarettenhersteller Reemtsma waren unter den Kunden.

Jubiläumsfeier

In den 50er Jahren stellte WTW dann die Weichen für jene Produkte, die bis heute den größten Teil des Umsatzes ausmachen: Labor- und Taschenmessgeräte für die elektrochemischen Parameter pH-Wert, Leitfähigkeit und gelöster Sauerstoff. Zehn Jahre später folgte, im Zug des aufkommenden Umweltschutzgedankens, der Einstieg ins Kläranlagengeschäft, in dem ganz ähnliche Messparameter, aber buchstäblich unter schwersten Schlamm- und Schmutzbedingungen, zu bestimmen sind.

Die WTW-Messgeräte genossen einen hervorragenden Ruf, es gab große Kooperationsprojekte mit Weltfirmen wie Merck, Schott, Beckman, Orion. Für ihre herausragenden technischen Neuerungen wurde die WTW mit der silbernen Dechema-Medaille und dem Bayerischen Staatspreis in Gold ausgezeichnet. Die Firmengebäude wurden laufend erweitert, zuletzt 1990 mit dem Neubau des Dr.-Karl-Slevogt-Hauses.

Der Weg zu Xylem
Nach dem Tod von Dr. Slevogt 1976 folgen wechselvolle Jahre. Um die Jahrtausendwende durchlebte WTW eine schwierige wirtschaftliche Phase.

Die Übernahme durch einen Wettbewerber, die vielleicht das Ende der Marke bedeutet hätte, scheiterte am Einspruch des Bundeskartellamtes. Für einige Jahre kam die Firma in die Hände eines Finanzinvestors.

Xylem

2010 gelangt die WTW dann zum damaligen ITT-Konzern, zu dessen Wassersparte, Xylem, sie heute gehört. Xylem, benannt nach der wissenschaftlichen Bezeichnung für das Wasserleitgewebe von Pflanzen, arbeitet mit über 12 000 Mitarbeitern weltweit an Gesamtlösungen für die Wasserversorgungs- und -entsorgungsprobleme seiner Kunden. Es ist sicher nicht übertrieben, WTW als Xylems Flaggschiff im Bereich Wasser- und Flüssigkeitsanalytik zu bezeichnen.

Mit der Zugehörigkeit zu einem Weltkonzern wächst auch das einstige Familienunternehmen WTW in eine neue Größenordnung. Die Integration der Ingolstädter Firma ebro, die ebenfalls zu Xylem gehört, am Standort Weilheim ließ WTW zum größten Arbeitgeber Weilheims werden. Massiv wurde hier in den letzten Jahren investiert: von der Maschinenhalle bis zum Forschungslabor, von der Sensorenfertigung bis zum Versandbereich, der den strengsten Zollvorschriften entspricht. Für die nächsten 70 Jahre Innovation, Qualität und Service ist die WTW gut gerüstet!

Aktionen zum Jubiläum
Anlässlich des 70-jährigen Bestehens hat WTW einen Preis für ein Foto oder Video des ältesten noch im Einsatz befindlichen WTW-Geräts ausgeschrieben. Als Hauptgewinn winkt ein neues digitales Komplettsystem (Online-, Labor- oder Feldsystem) im Wert von bis zu 5000 €, dessen Zusammensetzung WTW mit dem Gewinner individuell abstimmt. Außerdem gibt es einen Preis für die originellste Einsendung. Mehr hierzu auf http://bit.ly/1VTR21k. Zudem gibt es momentan für den Kauf bestimmter WTW-Geräte einen besonderen Jubiläumsrabatt.

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