Wissenswertes für den HPLC-Anwender

Chrom Forum Bremen 2015

Am 30. September 2015 hatte VWR International zum ersten Chrom Forum in den Räumlichkeiten der Universität Bremen geladen. Organisiert von Bianca Guse, Verkaufsleiterin des Vertriebszentrums Hannover, und Dipl.-Ing. Reinhard Richter wurden den rund 100 Teilnehmern unterschiedliche Vorträge aus Forschung und Praxis der HPLC geboten. Die Pausen luden zum Erfahrungsaustausch zwischen Entwicklern und Anwendern ein und boten die Möglichkeit, mit den Ausstellern in Kontakt zu treten, die ihre neuesten Geräte und Verbrauchsmaterialien vorstellten.

Dr. Alan McKeown hielt den Eröffnungsvortrag, in dessen Mittelpunkt die Selektivität von Trennsäulen stand.

Im Eröffnungsvortrag hob Dr. Alan McKeown (Advanced Chromatography Technologies Ltd) die Wichtigkeit der Selektivität von stationären Phasen bei der UHPLC-/HPLC-Methodenentwicklung hervor. Dabei stellte er systematische Herangehensweisen vor, die es ermöglichen, die Selektivität von Trennsäulen und deren Abhängigkeit von der Zusammensetzung des Eluenten besser zu verstehen.

Präparative HPLC
Dr. Hartmut Gillandt, Geschäftsführer von Sirius Fine Chemicals, gab in seiner Präsentation zahlreiche praktische Tipps und Tricks zur präparativen HPLC, die das Bremer Unternehmen bei der Aufreinigung seiner Feinchemikalien hat sammeln können. Neben der geforderten Produktreinheit wurde auch auf Aspekte wie Probendurchsatz und Energie- und Eluentenverbrauch eingegangen.

Bei der Probenvorbereitung für die HPLC kommen sehr häufig Kolbenhubpipetten zum Einsatz. Über Pipettierfehler und deren Vermeidung sprach Dr. Gerhard Ramaker von der Brand GmbH. Der Referent erläuterte, wie unter anderem Eintauchwinkel und -tiefe, die Temperatur, das Vorspülen und der gewählte Volumenbereich die Pipettiergenauigkeit beeinflussen können.

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Die Pausen boten Gelegenheit, mit Labortechnik- und Analysengeräte-Herstellern ins Gespräch zu kommen und sich die neuesten Entwicklungen zeigen zu lassen.

Die Leistungsfähigkeit der (U)HPLC-Anlage ChromasterUltra Rs demonstrierte Dipl.-Chem. Volker Eckert (VWR International GmbH) eindrucksvoll an verschiedenen Beispielen zur Stofftrennung. So etwa bei der Analyse „gestreckter“ illegaler Drogen, der Analyse von Antioxidantien in Wein und der Bestimmung von Phthalaten in Trinkwasser. Außerdem wurde der neue wartungsfreundliche Massen-Konformitätsdetektor 5610 vorgestellt.

Nach dem Mittagessen, bereitgestellt durch das Restaurant Café Unique, auf dem Gelände der Bremer Universität, begann Dr. Rod McIlwrick (Merck KGaA) seine

Präsentation mit der Frage „Was haben ein Leitz-Ordner und ein USB-Stick gemeinsam?“. In fulminanten 30 Minuten und knapp 100 Folien nutzte Dr. McIlwrick diese Frage, um unterschiedliche Säulengenerationen für verschiedene Stofftrennbeispiele für die HPLC und UHPLC zu vergleichen.

Equipment managen
Dipl.-Ing. Wolfgang Volmer (VWR International GmbH) hatte gleich mehrere Fragen an die Zuhörer: „Wissen Sie eigentlich, wie viel Equipment Sie haben? Wo es ist? Ob es funktioniert und es verfügbar ist?” In diesem Zusammenhang wurde das Software-basierte VWR Equipment Management vorgestellt, das dem Anwender einen Überblick beispielsweise zu Inventuren, Wartungen, Kalibrierungen, Reparaturen, Reinigungen, etc. gibt.

Im Bereich der Umweltforschung berichtete Dr. habil. Stefan Stolte (Uni Bremen), dass der weltweit steigende Konsum von Arzneimitteln damit einhergeht, dass immer höhere Konzentrationen an pharmazeutisch aktiven Verbindungen bzw. deren Transformationsprodukte in Gewässern, Böden oder Organismen nachweisbar sind. An unterschiedlichen Fallbeispielen zeigte Dr. Stolte, dass diese Verbindungen Schadwirkungen auf die belebte Umwelt haben können.

Nahrungsergänzungsmittel
Das Chrom Forum 2015 in Bremen wurde mit einem Beitrag von Dr. Christian Langfermann (InphA GmbH) zu nicht deklarierten Inhaltstoffen in Nahrungsergänzungs- und gefälschten Arzneimitteln beendet. Je nach Probe und Präparat wurden abweichende Wirkstoffkonzentrationen oder nicht-deklarierte Wirkstoffe nachgewiesen, aus denen eine Gefahr für die Gesundheit des Konsumenten resultieren kann.

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