
Millionen für die Virenforschung
Was passiert, wenn Herpesviren menschliche Zellen befallen, untersucht Prof. Lars Dölken. Für seine Arbeit hat er jetzt einen mit rund 2 Mio. Euro dotierten Preis des Europäischen Forschungsrats erhalten.

Was passiert, wenn Herpesviren menschliche Zellen befallen, untersucht Prof. Lars Dölken. Für seine Arbeit hat er jetzt einen mit rund 2 Mio. Euro dotierten Preis des Europäischen Forschungsrats erhalten.

Qiagen hat ein neues Instrument zur Isolierung lebensfähiger Einzelzellen aus Proben entwickelt.

Jahrzehntelang hielt sich die Lehrmeinung, dass sich alle Fische, Amphibien und Reptilien als Kaltblüter in der Genomorganisation deutlich vom Menschen und anderen Warmblütern unterscheiden.

Dogma der Zellbiologie wackelt
Ein Wissenschaftlerteam des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) rüttelt an einem Dogma der Zellbiologie. Mit detaillierten Versuchsreihen wiesen sie nach, wie Nervenzellen das Wachstum von Blutgefäßen modulieren – und nicht, wie bisher angenommen, über einen Kontrollmechanismus der Gefäßzellen untereinander.

Pac-Man-Molekül schnappt nach Zucker
Viele Krankheitserreger nutzen bestimmte Zuckerverbindungen ihres Opfers, um sich vor dem Immunsystem zu tarnen. Wissenschaftler der Universität Bonn haben nun in Kooperation mit Forschen der University of York in Großbritannien ein bakterielles Molekül analysiert, das an diesem Prozess beteiligt ist.

Behandlung von Diabetes mellitus
Tauscht man bei Insulin ein Wasserstoffatom gegen ein Iodatom aus, behält das Hormon seine Wirkung, ist aber schneller für den Organismus verfügbar. Diesen Effekt konnten Forschende der Universität Basel basierend auf Computersimulationen voraussagen und dann in Experimenten bestätigen.

Ein neuer Wirkstoff hilft möglicherweise gegen schwere Formen von Hodenkrebs, die auf andere Therapien nur ungenügend ansprechen. In Mäusen tötet die Substanz entartete Zellen ab und lässt Hodentumoren schrumpfen.

Arzneistoff-Cocktail tötet Tumorzellen
Mit einer Kombination aus einem Diabetesmedikament und einem Blutdrucksenker können Krebszellen effektiv bekämpft werden. Wie das Forscherteam unter der Leitung von Prof. Michael Hall vom Biozentrum der Universität Basel im Fachjournal „Science Advances“ zudem berichtet, sprechen spezifisch Krebszellen auf diese Wirkstoffkombination an.

Wanderung von Tumor- und Immunzellen
Eine Forschungsgruppe unter der Leitung des Marburger Pharmakologen Prof. Dr. Thomas Worzfeld hat einen neuen Mechanismus entdeckt, der die zielgerichtete Wanderung von Tumor- und Immunzellen steuert.

Das Protein CD44v6 spielt eine wesentliche Rolle bei der Metastasierung von Tumoren. Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben nun eine Möglichkeit entdeckt, CD44v6 exprimierende Krebszellen aufzuspüren, durch fluoreszierende Nanokristalle. Ihre Arbeit stellen sie in der Zeitschrift Advanced Science vor (DOI: 10.1002/advs.201600202).

Die erfreuliche Nachricht erreichte den Gießener Chemiker kurz vor Weihnachten: Prof. Dr. Bernhard Spengler vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) erhält für seine hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) den Fresenius-Preis.
Forscher des Frankfurter Universitätsklinikums haben herausgefunden, dass Leukämiezellen ihr Aussehen spontan ändern und dadurch dem Abtöten durch Medikamente entgehen können. Diese Erkenntnis ist maßgeblich für die weitere Erforschung dieser Zellen als Grundlage zukünftiger Therapien.

VolkswagenStiftung fördert Projekt „Living...
Im Rahmen der Initiative „Leben? – Ein neuer Blick der Naturwissenschaften auf die grundlegenden Prinzipien des Lebens“ fördert die VolkswagenStiftung ein Gemeinschaftsprojekt von Wissenschaftlern des Göttingen Campus und aus Heidelberg zur Erforschung lebender Schäume.
Der Appetit von Vegetariern und Veganern auf Produkte, die wie Fleisch schmecken, aber kein Fleisch sind, ist groß. Laut Aussage des Vegetarierbunds Deutschland verzeichnen Fleischalternativen seit 2008 ein stetiges Umsatzplus von jährlich rund 30 %.

Der mit 50000 Euro dotierte Meyenburg-Preis 2016 geht an die Mikrobiologin Emmanuelle Charpentier vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin. Sie erhält die Auszeichnung für ihre bahnbrechenden Arbeiten zur Entwicklung einer programmierbaren "Genschere".
Neue Methode zur Zellstimulation
Jeder Mensch besteht aus etwa 100 Billionen Zellen – aneinandergereiht würden sie 60-mal um den Erdball reichen. Die meisten dieser Zellen entstehen durch Teilung und Differenzierung einer einzigen Eizelle.

Wissenschaftler der Molecular Medicine Partnership Unit, einer Kollaboration zwischen EMBL und Universitätsklinikum Heidelberg, nutzen höchstauflösende bildgebende Verfahren: Aufnahmen von realen intakten Viren zeigen, wie deren Eiweißhülle Capsid aufgebaut ist.

Die Verklumpung des Proteins Amyloid-beta (Aβ) im Gehirn gilt als entscheidender Auslöser der Alzheimerschen Demenz. Die entstehenden Aggregate erhalten gegenüber dem Aβ-Einzelmolekül, dem sogenannten „Monomer", dabei neue, toxische Eigenschaften.

„Enhancer-Kidnapping" bei Krebs
Das Erbgut von Krebszellen unterscheidet sich von dem gesunder Zellen. Häufig sind Gene oder ganze Genregionen gelöscht oder mehrfach vorhanden. Aufgrund solcher struktureller Veränderungen können krebsauslösende Gene in die Nachbarschaft von genetischen Verstärkern (Enhancern) gelangen und ein Tumorwachstum verursachen.

Der Darm ist ein wichtiges Organ mit einer riesigen Oberfläche, die beim Menschen nahezu der Fläche eines Tennisplatzes entspricht. Die Balance im Darm zwischen „Außen“ und „Innen“, zwischen der Mikroflora im Darm und dem Körper ist extrem wichtig, aber auch heikel.