Umwelt- und Lebensmittelanalytik

Von Mikroplastik bis Fingerprinting

Im Bereich Umweltanalytik werden fast 70 Aussteller auf der Analytica 2022 etwas zu bieten haben und mehr als 50 Aussteller werden Neuheiten im Bereich Lebensmittelanalytik und -sicherheit zeigen. Auch auf der Analytica Conference werden sich Vorträge um Lebensmittel- und Umweltanalytik drehen.

© Messe München GmbH

Lebensmittel- und Umweltanalytik hängen eng zusammen, da Schadstoffe oft aus belasteten Gewässern und Böden in Trinkwasser und Nahrungsmittel gelangen. Mit Mikro- und Nanoplastik beschäftigen sich nicht nur Umweltlabore, auch in Lebensmitteln geht man solchen Stoffen nach. Kürzlich wurden die winzigen Teilchen auch in Blut entdeckt. Entscheidend für die Wirkung sind neben der Zusammensetzung auch die Größe und Form der Partikel. FT-IR- und Raman-Mikroskope kombinieren chemische Analytik und Bildgebung, um alle Parameter gleichzeitig zu bestimmen. Neuigkeiten zu diesen und weiteren Methoden gibt es z.B. auf der „analytica conference“ in der Session Nanoplastics (22. Juni von 9:30 bis 11:30 Uhr im ICM/Saal 4b). Entsprechende Geräte bieten z.B. Analytica-Aussteller wie Thermo Fisher, Bruker, Agilent, Horiba, Renishaw und Keyence.

Perfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) rücken ebenfalls immer mehr in den Fokus. Die äußerst beständigen Chemikalien, die in Produkten von Backpapier bis Outdoor-Kleidung stecken, wurden bereits in diversen Lebensmitteln gefunden. Gerstel präsentiert auf der Analytica ein automatisiertes Analysesystem, das schon wenige Nanogramm PFAS in einem Liter Wasser nachweist. Viele weitere Aussteller, unter ihnen Agilent, Analytik Jena, Merck, Waters und Shimadzu, haben spezielle Instrumente für die PFAS-Analytik im Portfolio. Referenten auf der Analytica conference gehen in zwei Vorträgen auf PFAS ein (22. Juni um 13:30 Uhr im ICM/ Saal 3 und 23. Juni um 13:30 Uhr im ICM/Saal 5).

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Fingerprinting von Lebensmitteln
In einem globalisierten Lebensmittelmarkt, der aktuell zudem durch Verknappungen und Preissteigerungen geprägt ist, steigt das Risiko von falschen Deklarationen. Die Systeme des Analytica Ausstellers „Elementar Analysensysteme“ erkennen Lebensmittelverfälschungen wie Wasserzusätze in Direktsäften oder die Herkunft von Olivenöl, Spargel und Co. mit der Isotopenverhältnis-Massenspektrometrie. Die Isotopensignatur von gängigen Elementen wie Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff dient dabei als Fingerabdruck, der den Ursprungsort, Zusätze und Anbaumethoden offenlegen kann.

DNA-Analysen sind ebenfalls hilfreich, um z.B. zu prüfen, ob Fleisch, Fisch- oder Getreideart gemäß Angaben auf dem Lebensmittel stimmt. So können Kontrolleure mit Hilfe einer verfeinerten Methode des ausstellenden Unternehmens Eurofins über DNA-Fingerprinting Basmatireis von anderen Reissorten unterscheiden.

Die Bedeutung der Bioanalytik für die Lebensmittelbranche spiegelt sich auch im aufstrebenden Gebiet „Foodomics“, in dem Genomics, Proteomics und andere Omics-Methoden zusammenspielen. Die Analytica conference widmet sich dieser Thematik in zwei Sessions (21. Juni von 12:30 bis 14:30 Uhr im ICM/Saal 4b und 22. Juni von 9:30 bis 11:30 Uhr im ICM/Saal 2). Auf der Agenda steht unter anderem die Echtheitsbestimmung von Honig mit Hilfe der NMR-Spektroskopie.

In enger Zusammenarbeit mit Forschern und Anwendern entwickeln die Gerätehersteller ihre Systeme für die Lebensmittel- und Umweltanalytik kontinuierlich weiter. Armin Wittmann, Projektleiter Analytica bei der Messe München, betont: „Mit der Analytica möchten wir allen Akteuren den Austausch erleichtern und weitere Kooperationen anstoßen, damit Labore die stetig steigenden Anforderungen auch zukünftig bewältigen.“

Quelle Messe München

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