Editorial

Das Labor 4.0

Immer öfter liest oder hört man in letzter Zeit die Schlagworte „Industrie 4.0“ und „Internet der Dinge“. Was genau verbirgt sich dahinter? Nun, Industrie 4.0 bedeutet, dass von der vierten industriellen Revolution die Rede ist, an deren Beginn wir uns gerade befinden. Sie basiert auf dem sogenannten „Internet der Dinge“, was nichts anderes heißt, als dass „Dinge“ wie Werkstücke, Maschinen, Ersatzteile, ja sogar komplette Produktionsstraßen über das Internet miteinander vernetzt sind und Daten untereinander austauschen. Die Herstellung von Waren soll dadurch effektiver, flexibler und somit auch preisgünstiger werden. Dank der Vernetzung lassen sich Wertschöpfungsketten und Logistikprozesse nahezu in Echtzeit steuern und optimieren.

Labo-Redaktionssitzung

Auch im Labor der Zukunft wird es vernetzte Systeme geben. Erste kleine Schritte in diese Richtung sind ja bereits erfolgt: Küvettentests, die dem Photometer per Barcode „mitteilen“, welcher Parameter zu bestimmen ist, oder pH-Elektroden, die Typ- und Seriennummer sowie die Kalibrierdaten per RFID an das Messgerät übermitteln, sind Beispiele, die mir in diesem Zusammenhang spontan einfallen, auch wenn hier das Internet noch nicht ins Spiel kommt.

An der praktischen Umsetzung eines intelligenten Labors der Zukunft arbeitet zurzeit ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern und Unternehmensvertretern. Das Projekt trägt die Bezeichnung SmartLab. Auf der neuen Messe LABVOLUTION, die parallel zur BIOTECHNICA vom 6. bis 8. Oktober in Hannover stattfindet, gibt es dieses SmartLab zu bestaunen. Live-Vorführungen sollen den Messebesuchern die Funktionsweise verdeutlichen und zeigen, was jetzt in Sachen Labor 4.0 schon möglich ist.

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Jürgen Wagner, Redakteur

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