Analytica 2016 – The Next Generation Lab

Erfolgreicher Auftritt: nexygen® auf der analytica

Auch in diesem Jahr führt die Initiative nexygen® das Thema Labor 4.0 weiter aus und präsentiert intelligent vernetzte Produktenwicklungen. Mit einem zweiten öffentlichen Auftritt seit Bestehen konnten die Besucher im Mai auf der analytica in München erneut zum Thema Labor der Zukunft auf Entdeckungsreise gehen.

Bild 1: Das nexygen®-Wabensystem.

Ein wesentliches Thema der nächsten Entwicklungsstufe von nexygen® ist unter anderem die flexible Zusammenstellung der Laboroberfläche. Die Firmen Köttermann, Memmert, Hirschmann, 2mag und Sartorius sind die deutschen Markenhersteller hinter der Initiative nexygen® – The Next Generation Lab – mit dem Ziel der interdisziplinären Entwicklung von neuen Standards im Labor. Die Unternehmen analysieren gemeinschaftlich zukünftige Anforderungen, Trends und Entwicklungen der Laborbranche.

Veränderungen der bisherigen Laborinfrastruktur sind sowohl für Labormitarbeiter als auch für Unternehmer dieser Branche relevant. Messen, wie die analytica oder die Achema, bieten hier die ideale Plattform für das nexygen®-Team, um den Wissensaustausch mit Anwendern voranzutreiben und gemeinsam neue Visionen für das Labor der Zukunft zu entwickeln.

Bild 2: Regalmodul – per Gestensteuerung in der Wabe versenkbar.

Modulares Wabensystem – flexibel, integriert und intelligent
Unter Berücksichtigung des „Ballroom-Konzeptes“ wurde von Köttermann ein Hexagon entwickelt. Durch diese Form können Module entsprechend der geforderten Laborsituationen immer wieder angepasst werden. Die Räumlichkeiten lassen sich so optimal nutzen und visuell ansprechend gestalten – Geräte dort einsetzen und bedienen, wo sie benötigt werden. Die Grundfunktionen sind dabei weiterhin in die Hexagone integriert. Wertvoller Arbeitsplatz auf der Tischoberfläche bleibt erhalten.

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Auf dem analytica-Messestand zeigte Memmert beispielsweise einen Temperierschrank in einer Köttermann-Wabe. Der Schrank ist mit einem zentralen Bedienelement am Schrankmodul verbunden und kann von dort überwacht und gesteuert werden. Somit kann eine erforderliche Laborkomponente – in diesem Fall ein Wärmeschrank – applikationsbezogen und platzsparend zu einer nutzbaren Arbeitsfläche zusammengestellt und gleichzeitig zentral gesteuert und überwacht werden.

Bild 3: Integrierte Wabe zum Rühren, Heizen und Kühlen.

Sartorius integriert in einem der Module eine elektronische Waage. Die Steuerung dieser Einheit erfolgt per Web Interface über ein angeschlossenes Endgerät, in diesem Fall mit einem Tablet. Durch das einfache Entfernen der Waagschale an der Moduloberfläche kann der Labortisch nahezu komplett neu mit anderem Equipment bestückt werden. Ein Höchstmaß an Hygiene wird dadurch zusätzlich erreicht.

Gestensteuerung – berührungsloses Arbeiten im Labor
Je nach Wunsch kann zwischen Modulen gewählt werden, die durch Rollen entweder fahrbar, also mobil, oder durch Füße feststehend einsetzbar sind. Ein automatisiertes Modell steht ebenfalls zur Verfügung. Die fahrbare Köttermann-Wabe lässt sich – nur per Mitarbeiterausweis aktiviert – mit leichtem Fingerdruck an der Seite einfach durch das Labor dirigieren.

Bild 4: Automatische Kalibrierung.

Für die Module stehen diverse Oberflächen zur Auswahl, wie zum Beispiel beschichteter Stahl, Glaskeramik oder Kunststoff. Die Bauweise der Module bietet zudem Platz, um Laborregale, Abfälle oder sonstige Verstauflächen in die Waben zu integrieren. Durch Gestensteuerung lassen sich diese berührungslos öffnen sowie schließen. Handschuhe müssen nicht aufwendig entfernt werden, eine mögliche Kontamination wird verhindert.

Ohne Berührung funktioniert auch die 2mag-Magnetrührer-Wabe und schließt ebenso ein Kontaminationsrisiko aus. Der integrierte Magnetrührer lässt sich über intuitive Gesten steuern, wobei Drehzahl und Temperatur durch umlaufende LEDs visualisiert werden. Bei Veränderung der Temperatur wird das Laborglas entweder erhitzt oder abgekühlt. Dabei signalisieren die Farbe und die Intensität der Leuchtdioden die Temperatur, die Umlaufgeschwindigkeit der aufleuchtenden Punkte spiegelt die Drehzahl wider. Displays zeigen zusätzlich die exakten Daten.

Die Gestensteuerung vereinfacht ebenfalls die Bedienung des Memmert-Köttermann-Brutschrankes: Eine Drehbewegung mit dem Finger entgegen dem Uhrzeigersinn bewirkt ein Öffnen der Schublade, eine im Uhrzeigersinn das Schließen der Schublade. Ein Kontaminationsrisiko wird so minimiert, die Proben werden vibrationsarm bewegt und die Atmosphäre bleibt durch die Trennung der Schubladen stabil.

Laborautomation – ganzheitliche Applikationen
Ein weiteres Ziel von nexygen® ist, manuelle Abläufe in automatische Prozesse zu transferieren. So wird das Volumen beispielsweise automatisiert mit Hilfe eines motorbetriebenen Dispensers geprüft. Diese Volumenprüfung erfolgt arbeitserleichternd: Das Öffnen und Schließen der Waage per Hand, das Herausnehmen, Entleeren und Hineinstellen des Auffanggefäßes und die genaue, mittige Positionierung des Auffanggefäßes entfällt. Diese Tätigkeiten kompensiert eine intelligente Vernetzung von einer Schlauchpumpe mit einem Dosiergerät von Hirschmann sowie einer Wägeeinheit von Sartorius.

Auch bei einer weiteren Applikation kommunizieren eine Waage von Sartorius und ein motorbetriebener Dispenser von Hirschmann miteinander. Für eine HPLC-Probenvorbereitung ist in einer speziellen App eine automatische Kalkulation der benötigten Mengen von Flüssigkeit und Pulver hinterlegt; es muss lediglich die gewünschte Konzentration vorgegeben werden. Nach dem Einwiegen des Pulvers errechnet die Waage die benötigte Flüssigkeit und gibt dies an den angeschlossenen Dispenser weiter. 


Nadja Goldfuß

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