Höhen-Forschungsflugzeug HALO

DFG fördert Forschung weiter

Das moderne Höhen-Forschungsflugzeug HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft) wird auch in den kommenden sechs Jahren zur wissenschaftlichen Erkundung der Erdatmosphäre sowie zur Fernerkundung von Prozessen an der Erdoberfläche genutzt werden können: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligte vor kurzem Fördergelder in Millionenhöhe für die Fortsetzung der Forschung mit HALO .

Expedition unter Leitung von Prof. Dr. Manfred Wendisch über dem Amazonas-Regenwald mit Hilfe des Forschungsflugzeugs HALO. (Foto: Manfred Wendisch / LIM)

Koordinatoren dieses Schwerpunktprogramms, das bereits seit 2007 von der DFG gefördert wird, sind Prof. Dr. Manfred Wendisch vom Leipziger Institut für Meteorologie (LIM) der Universität Leipzig, von Prof. Joachim Curtius von der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Dr. Mirko Scheinert von der Technischen Universität Dresden.

Bis Anfang Dezember können nun bei der DFG im Rahmen des Schwerpunktprogrammes einzelne Förderanträge gestellt werden, um mit HALO verschiedene Bereiche der Atmosphäre und des Erdsystems zu erforschen. „Auch die Universität Leipzig wird sich bewerben - mit einem Projekt zur Fernerkundung von frontalen Wolken, in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern und im Rahmen von zwei HALO Missionen", berichtet Wendisch.

Anfang kommenden Jahres wird dann ein internationales Gutachterteam bei einem Kolloquium die Projekte auswählen, die in einer ersten Etappe von 2016 bis 2019 konkret gefördert werden. Wie bereits in der Vergangenheit wird die Universität Leipzig gemeinsam mit der TU Dresden und der Goethe-Universität Frankfurt am Main auch in der neuen Förderperiode die Umsetzung der ausgewählten Projekte koordinieren. „Es ist ein großer Erfolg, dass die DFG dieses Schwerpunktprogramm für weitere sechs Jahre fördern wird", betont Wendisch.

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HALO nimmt ihm zufolge eine Schlüsselrolle in der deutschen Atmosphärenforschung und in den Geowissenschaften ein. In Bezug auf neue Weltraummissionen biete HALO viele Möglichkeiten, satellitenbasierte Daten mit bodennahen Messungen der Atmosphäre und weiterer Geoprozesse zu verbinden sowie Fernerkundungsmethoden zu erproben. Das Infrastruktur-Schwerpunktprogramm diene der Entwicklung hochtechnologischer Sensorik und Instrumentierung und deren Anwendung in den Atmosphären- und Geowissenschaften. „HALO erlaubt es, Erdsystemforschung auf internationalem Spitzenniveau durchzuführen", sagt Wendisch. Schwerpunkte der Forschung sind dabei unter anderem die Untersuchung von Aerosolpartikeln, von Wolken und Niederschlag sowie atmosphärischer Prozesse.

„HALO fliegt bis 15 Kilometer hoch, bis zu 8000 Kilometer weit und kann eine wissenschaftliche Nutzlast von bis zu drei Tonnen transportieren", beschreibt Wendisch die Vorzüge des modernen Forschungsfliegers. Dieser wurde von den Leipziger Meteorologen schon in der vergangenen DFG-Förderperiode genutzt, zum Beispiel bei einer Messkampagne über dem brasilianischen Regenwald im September/Oktober 2014 zur Untersuchung tropischer Gewitterwolken und von den Dresdner Geowissenschaftlern bei der GEOHALO-Messkampagne über Italien im Juni 2012. Das Forschungsflugzeug HALO ist eine anteilig finanzierte Gemeinschaftsinitiative der DFG sowie deutscher Umwelt- und Klimaforschungseinrichtungen.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Manfred Wendisch
Leipziger Institut für Meteorologie (LIM)
E-Mail: m.wendisch@uni-leipzig.de
Web: www.uni-leipzig.de/~meteo

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