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Materialforschung

Tieftemperatur-Raman-Mikroskop

Die Unternehmen Witec und Attocube Systems stellen ihr neu entwickeltes Gerät für die Raman-Mikroskopie bei tiefen Temperaturen vor.

© WITec

Das System „cryoRaman“ kombiniert Nanopositionierer und Kryostaten von „attocube“ mit den modularen Alpha300 Raman-Mikroskopen von WITec und macht Aufnahmen von Raman-Bildern bei sehr tiefen Temperaturen und starken Magnetfeldern mit besonders hoher räumlicher Auflösung möglich.

Cryoraman wurde laut Herstellerangaben für anspruchsvolle Messungen entwickelt: Es sind verschiedene Anregungswellenlängen von VIS bis NIR möglich, und das System hat für die jeweilige Wellenlänge optimierte Spektrometer, Betriebstemperaturen von 1,6 bis 300 Kelvin, starke Magnetfelder, patentierte Tieftemperatur-Objektive und einen sehr präzisen Piezo-Scantisch.

Als besonders geeignete Anwendungsbereiche nennen die Hersteller die Erforschung von Phasenübergängen und neuen Eigenschaften von zweidimensionalen Materialien. Solenoid- und Vektormagnete, die ein Feld von bis zu 12T erzeugen, seien ideal für die Untersuchung von Übergangsmetall-Dichalkogeniden und Van-der-Waals-Heterostrukturen. Auch für die Charakterisierung der Temperatur- und Magnetfeld-Abhängigkeit von Fotolumineszenz eigne sich das System sehr gut.

Optional können verschiedene Module ausgewählt werden, u.a. die präzise Einstellung der Laserleistung per Software, verschiedene Anregungswellenlängen, der automatische Wechsel zwischen optischer und spektraler Bildgebung, automatisierte Spektrometer-Kalibrierung sowie zeitkorrelierte Einzelphotonen-Zählung (TCSPC). Das System „cryoRaman“ hat darüber hinaus zwei besondere Funktionalitäten: die Detektion von Raman-Peaks bei sehr niedrigen Wellenzahlen sowie die vollständige Polarisationskontrolle in Anregung und Detektion.

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Quelle: WITec

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